Samstag, 24. März 2018

Stepbrother Dearest, Penelope Ward

Stepbrother Dearest
Copyright: Goldmann

Informationen:
Titel: Stepbrother Dearest
Autor/in: Penelope Ward
Seitenzahl: 352
Verlag: Goldmann / Randomhouse
Preis: 9,99 

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Inhalt: Greta freut sich auf ihren Stiefbruder Elec, der für das letzte Schuljahr zu ihr zieht. Doch Elec stellt sich als rebellischer Macho heraus, der kein Interesse an einem guten Verhältnis zu seiner Stiefschwester hat. Das was Greta neben seinem unmöglichen Verhalten am meisten stört, ist, dass sie sich trotz allem von ihm angezogen fühlt.
Bald begreift Greta, dass hinter Elecs überheblichen Art viel mehr steckt - nämlicher tiefer Schmerz. Eine gemeinsame Nacht verändert alles, da Greta ihr Herz nun endgültig verloren hat. Doch Elec verschwindet wieder aus Gretas Leben und sie fühlt sich gezwungen alles an ihm zu vergessen.
Jahre später treffen sie wieder aufeinander und sie muss feststellen, dass aus dem rebellischen Teenager ein junger Mann geworden ist, der noch immer die Macht besitzt ihr Herz höher schlagen zu lassen.

Rezension: Stepbrother Dearest konnte mich begeistern und bot damit eine positive Überraschung für mich in dem New Adult-Genre, welchem ich immer kritisch gegenüberstehe.
Die Geschichte ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil erzählt von Elecs Einzug mit siebzehn Jahren und der zweite Teil spielt Jahre später. 
Zunächst erwartete ich eine gewöhnliche New Adult-Geschichte, doch Stepbrother Dearest übertraf all meine Erwartungen. 
Die Protagonisten sind mir alle sympatisch. Greta ist ein Mensch, der wirklich für andere da ist und auch ein gutes Verhältnis zu Elec anstrebt, was er ihr schwer macht. Natürlich lässt sie sich von seinem guten Aussehen einnehmen, aber im Gegensatz zu anderen weiblichen Protagonisten wird sie nicht komplett davon geblendet und verwandelt sich nicht in ein naives unsicheres Mädchen. Stattdessen bleibt sie trotzdem noch sich selbst treu und reflektiert ihre verbotenen Gefühle für ihren Stiefbruder. Und das auf einer so guten Weise, dass man mit ihr mitfühlt und auch ihren inneren Konflikt begreift.
Elec begegnet einem zu Beginn wie der typische Bad Boy, doch schnell ändert sich das Bild, wenn man hinter seine Fassade blickt. Gretas Stiefbruder versteckt nämlich sehr viel Schmerz und hat keine einfache Vergangenheit. Durch Gretas Zuneigung schafft er es sich ihr zu öffnen und ich hatte wirklich viel Mitgefühl für ihn. Das war er durchmachen musste, ist nämlich sehr hart. Das was ich toll finde ist, dass Elec nicht komplett dem Klischee des typischen Bad Boys entspricht. Oft haben diese einfach nur ein schweres Verhältnis zu ihrem Vater, doch bei ihm geht es noch viel weiter und es steckt sehr viel Tiefgründiges darin. Man merkt, dass die Autorin nicht irgendeinen gut aussehenden Jungen zum Schwärmen schaffen wollte, sondern einen wirklich tiefgründigen Charakter, den man verstehen möchte.
Die Handlung entwickelt sich in einem guten Tempo und nichts passiert zu schnell. Es wird sehr gut geschildert, wie Greta es langsam schafft hinter die Fassade ihres Stiefbruders zu blicken. Ich finde es vor allem toll zu sehen, wie die beiden sich schrittweise näher kommen. Die Szenen mit dem gemeinsamen Videospielen und Gretas selbstgemachtes Eis sind mehr als süß. 
Der zweite Teil beginnt mit einer großen Schocknachricht und trotz des Zeitsprungs kann man Greta problemlos folgen. Auch wenn ich den zweiten Teil etwas schwächer als den Ersten finde, gefällt mir auch dieser sehr gut. Elecs und Gretas Wiedersehen wird nachvollziehbar beschrieben und man merkt wie viel noch zwischen den beiden steht. Vor allem aber wie sehr Elec Greta braucht, da sie die Erste gewesen ist, die sich Mühe dafür gibt hinter seine Fassade zu blicken und in ihm mehr als nur einen attraktiven jungen Mann sieht.
Die Handlung verspricht zudem mehr Spannung als man erwarten würde. Tatsächlich ist Stepbrother Dearest eine der spannendsten New Adult-Geschichten, die ich gelesen habe und bietet eine Geschichte, die wortwörtlich süchtig macht.
Etwas, das mich am meisten begeistern konnte, ist, dass man in diesem Roman einfach nicht weiß, was als nächstes passiert. Handlungsmäßig entfernt sich die Autorin nämlich von den meisten Klischees. Oft ist es so, dass ich mir sicher gewesen bin, dass etwas passieren würde, weil das am Besten passen würde, es aber dann doch nicht geschah. Das ist toll, weil es in diesen Situationen oft das Realistischste und Vernünftigste gewesen ist. 
Auch gefühlsmäßig ist der Roman top, da die Geschichte sehr emotional beschrieben wird und man mit den Protagonisten mitfühlt. Vor allem mit Elec, wenn man von dem ganzen Schmerz erfährt, den er versteckt.
Das Ende könnte nicht schöner sein, auch wenn der Epilog für meinen Geschmack etwas zu kitschig geraten ist. Dafür verlässt man das Buch mit einem guten Gefühl und es ist eins, das mir sicher lange in positiver Erinnerung bleiben wird. 

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★   
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine emotionale Geschichte mit tiefgründigen Charakteren, die süchtig macht. Ein wirklicher Stern in dem Genre.

Freitag, 23. März 2018

Finding Sky - Die Macht der Seelen, Joss Stirling

Coverbild Finding Sky<br>Die Macht der Seelen von Joss Stirling, ISBN-978-3-423-71588-1
Copyright: dtv

Informationen:
Titel: Finding Sky -
Die Macht der Seelen
Autor/in: Joss Stirling
Seitenzahl: 464
Verlag: dtv Junior
Preis: 9,95 

Link: hier
Inhalt: Die sechzehnjährige Sky zieht mit ihren Adoptiveltern von London nach Colorado. An ihrer neuen Schule wird sie gut aufgenommen, doch einer bleibt für sie unnahbar: Zed. Trotzdem fühlt sie sich zu dem rätselhaften Schüler hingezogen und als sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf hören kann, versteht sie auch bald weshalb. Zed erklärt ihr, dass sie sein Seelenspiegel ist und im Besitz einer übernatürlichen Gabe. Während Sky mit den neuen Informationen zu kämpfen hat, gerät sie bald in große Gefahr.

Rezension: Auch wenn Finding Sky eine Geschichte ist, der man anmerkt, dass sie sich an Twilight orientiert, gefiel mir der Anfang. Man steckt sofort in Skys Welt und ich mochte vor allem die Tatsache, dass sie von England nach Colorado zieht, da dadurch auch die Kulturunterschiede eine Rolle spielen. Sky ist mir als Hauptperson sehr sympatisch, da sie nicht naiv ist, sondern eigenständig und auch ein sehr emotionaler Mensch, wodurch ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Ihre Adoptiveltern konnte ich auch schnell ins Herz schließen, weil sie so liebenswert und bodenständig erscheinen.
Dafür ist die Beschreibung von Skys Freunden und leider auch die von Zed etwas flach gehalten, was daran liegt, dass sie sehr klischeehaft geschildert werden und man sie deshalb auch gut durch Charaktere anderer Bücher austauschen könnte.
Die Chemie zwischen Sky und Zed stimmt zwar, allerdings fieberte ich beim Lesen nicht so richtig mit den beiden mit, weil es vorhersehbar ist, dass sich beide ineinander verlieben werden und Zed durch sein ständiges Gerede über Seelenpartner Sky auch keine andere Chance lässt. Von großer Romantik fehlt jedoch jede Spur. Stattdessen wirken die Szenen mit beiden sehr durchschnittlich. Dafür ist Zed glücklicherweise sehr liebevoll, was mittlerweile leider keine Selbstverständlichkeit mehr in Büchern des Genres ist. Aus diesem Grund mag ich ihn. 
Die Grundidee mit den Savants, was Menschen mit übernatürlichen Kräften sind, hat mir gut gefallen, da das etwas Neues in dem Genre und dem Konzept der Geschichte ist. Das was mir jedoch weniger gut gefällt ist die Umsetzung dieser Idee und der Aufbau des Buchs. Der Anfang ist wie gesagt noch spannend, doch es wird sehr schnell langweilig und Skys Geschichte entwickelt sich zu einem langweiligen Geplätscher ohne große Überraschungsmomente. Da die Szenen, die für Spannung sorgen sollten sehr vorhersehbar sind, langweilten mich diese leider auch und konnten mich nicht begeistern. Schließlich wollte ich die Geschichte einfach nur noch beenden, nachdem der gute Anfang vorbei gewesen ist, da sie mich nicht mehr fesseln konnte. Auch das Ende wirkt nicht groß genug, sondern zu flach und perfekt, sodass ich keine Neugier auf den zweiten Teil verspüre. 
Das finde ich sehr schade, weil die Idee sehr viel Potential enthält, aber zu klischeehaft und vorhersehbar ausgearbeitet wurde, was schließlich Langeweile bei mir auslöste.  

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★   ☆ 
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★  ☆ 
Insgesamt: ★ ★  ☆ 

Fazit: Die Grundidee der Geschichte ist toll, jedoch wurde diese nicht gut genug ausgearbeitet, da das Erzählte sehr langweilig und klischeehaft auf mich wirkt.

Mittwoch, 21. März 2018

Carrie, Stephen King

Carrie von Stephen King
Copyright: Bastei Lübbe

Informationen:

Titel: Carrie
Autor/in: Stephen King
Seitenzahl: 318
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 11,00 

Link: hier
Inhalt: Carrie ist schon immer anders als die anderen gewesen. In der Schule wird sie aufgrund ihrer Art gehänselt. Zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter. Nur ein einziges Mal fühlt sie sich wie alle anderen Mädchen, nämlich als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem Streich in einer Katastrophe und bringt Carries besondere Gabe zum Vorschein.

Rezension: Carrie ist mein erstes Stephen King-Buch und trotz anfänglicher Sorgen, hat es mir glücklicherweise gut gefallen und bietet etwas anderes. Sicherlich kennt jeder die Geschichte von Carrie, jedoch ist das Lesen des Buchs trotzdem sehr zu empfehlen.
Etwas, das mich sofort begeistert hat, ist die Atmosphäre der Geschichte. Man steckt von der ersten Seite an in der Geschichte und vergisst sofort alles andere um sich herum. Das passiert mir nicht oft bei Büchern, zumindest nicht in dem Ausmaß. Außerdem ist Stephen Kings Schreibstil so flüssig, dass die Zeit  beim Lesen verfliegt. Die hohe Spannung macht es einem unmöglich das Buch wegzulegen, so, dass ich Carrie innerhalb eines Tages durchgelesen habe. Für jeden, der nach einem Buch sucht, das sich schnell und spannend liest, ist Stephen Kings erstes Werk also bestens geeignet.
Die Thematik ist natürlich etwas schockierend, aber aus psychologischer Sicht sehr interessant. Carrie bringt den Leser zum Nachdenken und bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Nebenpersonen, die man analysieren kann, um Geschehnisse zu verstehen.
Das katastrophale Finale des Buchs ist sehr gut gelungen und bietet den perfekten, wenn auch grausamen Abschluss der Geschichte. Zwar muss ich zugeben, dass ich mir die Beschreibung der Szenen etwas brutaler vorgestellt habe, aber finde die Beschreibung dennoch gut. Letztendlich bin ich froh darüber, dass alles etwas sanfter als erwartet beschrieben wird. Dennoch erschien es mir Carrie nicht wie ein richtiges Horror-Buch, weil dafür die nötigen gruseligen Aspekte fehlten. Das kann aber auch daran liegen, dass ich auf Horror-Geschichten nicht so sensibel wie andere reagiere.
Alles in allem bietet Carrie eine spannende Geschichte, die einen zum Nachdenken bringt und auf einer tollen Idee beruht.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★ ★ 
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine extrem spannende Geschichte, die unter die Haut geht und einen beim Lesen nicht mehr los lässt


Der letzte erste Kuss, Bianca Iosivoni

Cover-Bild Der letzte erste Kuss
Copyright: Lyx

Informationen:

Titel: Der letzte erste Kuss
Autor/in: Bianca Iosivoni
Seitenzahl: 502
Verlag: Lyx / Bastei Lübbe
Preis: 10,00 

Link: hier
Inhalt: Elle und Luke sind beste Freunde und wollen nichts daran ändern, denn beide sind in ihrer Vergangenheit zu oft verletzt worden. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss alles zwischen den beiden und macht es ihnen unmöglich die heftigen Gefühle, die sie für den anderen empfinden zu ignorieren. Dabei wissen beide, was auf dem Spiel steht und vor allem auch, dass sie ihre Freundschaft mehr denn je brauchen.

Rezension: Da mir Der letzte erste Blick so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch dem zweiten Teil der Reihe eine Chance geben. Genauso wie auch im ersten Teil, schafft es Bianca Iosivoni durch humorvolle und freche Szenen ihrer Geschichte Leben einzuhauchen, sodass das Lesen des Buchs mehr als Spaß macht. Man fiebert mit den Charakteren mit und taucht in eine andere Welt ein, die einen alles andere vergessen lässt. Somit zeigt die Autorin auch hier wieder wie sehr ihr das Schreiben liegt.
Der letzte erste Kuss beginnt sofort spannend, sodass man kaum aufhören kann zu lesen. Nach Elles Zusammentreffen mit ihrer Familie wird es jedoch etwas langatmiger, woran man sich nach der anfänglichen großen Spannung erst einmal gewöhnen muss. Dafür schafft es die Autorin die neue angespannte Situation zwischen Elle und Luke plausibel darzustellen. 
Im ersten Teil der Reihe konnten mich vor allem die Charaktere begeistern. Ich muss zugeben, dass ich Elle und Luke nicht ganz so toll wie Emery und Dylan finde, dennoch werden beide sehr gut beschrieben. Vor allem Luke finde ich als Charakter gut gelungen, da er viel Tiefe besitzt und durch das Aufdecken seiner Vergangenheit auch eine sensible Seite zum Vorschein kommt. Elle finde ich vor allem wegen ihrem Journalismus-Studium interessant, jedoch stellt sie im Vergleich zu Luke den weniger interessanten Charakter dar. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie aus einer reichen Familie stammt, natürlich mit dieser Probleme hat und damit ein Klischee des Genres präsentiert. Von diesen reichen Mädchen mit unfreundlichen Eltern hat man einfach schon zu oft gelesen als, dass man das noch richtig spannend finden kann. Auch die Gefühle aus Lukes Sicht finde ich nachvollziehbarer als bei Elle, da bei ihr die Verliebtheit irgendwie plötzlich auftritt, während man bei Luke die Entwicklung eher nachvollziehen kann. Somit mag ich Luke als Charakter irgendwie mehr - einfach, weil er mehr Tiefe und Emotionen zeigt. 
Die Geschichte entwickelt sich nicht zu schnell und es gibt ein ziemliches Hin und Her, das den Konflikt, den beide Charaktere austragen widerspiegelt. Zum Ende hin gibt es wie in dem Genre üblich natürlich viel Drama, jedoch gefällt mir der Schluss sehr gut. Der Punkt an dem sich Elle und Luke endlich ihre Gefühle gestehen ist sehr süß beschrieben und konnte meine kleinen Kritikpunkte fast wieder vergessen lassen.
Trotz dem vielen Humor und dem starken Fokus auf die Charaktere, konnte mich Der letzte erste Kuss jedoch nicht so begeistern wie Der letzte erste BlickIm Vergleich zu Der letzte erste Blick bedient sich Der letzte erste Kuss nämlich an mehr Klischees:  Von den klischeehaften Charakteren, vielen Partys, dem aufgesetzten Drama und dem ewigem Hin und Her kommt wirklich alles vor. Das finde ich etwas schade, weil der erste Teil etwas Besonderes in dem Genre darstellt. Das ist auch der Grund dafür, dass ich Der letzte erste Kuss einen Stern weniger als seinem Vorgänger gebe.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine humorvolle und freche New Adult-Geschichte, bei der man viel Spaß beim Lesen hat. 

Dienstag, 20. März 2018

Wie Blut so rot, Marissa Meyer

Wie Blut so rot / Luna Chroniken Bd.2 - Marissa Meyer
Copyright: Carlsen

Informationen:

Titel: Die Luna - Chroniken 2 -
Wie Blut so rot
Autor/in: Marissa Meyer
Seitenzahl: 432
Verlag: Carlsen
Preis: 19,99 

Link: hier
Inhalt: Scarlets Großmutter ist schon seit zwei Wochen verschwunden und keiner weiß, was mit ihr passiert ist. Keiner der Dorfbewohner nimmt die Situation ernst, weil jeder ihre Großmutter für verrückt hält. Für Scarlet bedeutet die Frau jedoch alles, weil sie ihr alle wichtigen Dinge übers Leben beigebracht hat. 
Sie trifft auf den mysteriösen Straßenkämpfer Wolf. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, was auch daran liegt, dass beide die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai für Quatsch halten. Wolf bietet Scarlet seine Hilfe an, doch er verbirgt ein Geheimnis.

Rezension: Da mich der erste Teil Wie Monde so silbern enttäuscht hat, startete ich Wie Blut so rot mit nicht keinen hohen Erwartungen. Wirkliche Sorgen hätte ich mir jedoch nicht machen müssen, da mir Wie Blut so Rot gut gefallen hat und ich den zweiten Teil viel besser als den ersten Teil finde - und das obwohl eigentlich Aschenputtel und nicht Rotkäppchen zu meinen Lieblingsmärchen gehört. 
Zwischen Scarlet und Wolf gibt es nämlich all das, das mir bei Cinder und Kai gefehlt hat: Die großen Gefühle und vorstellbare Charaktere. 
Anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte zu finden, weil Scarlet und Wolf neue Protagonisten sind, die man noch nicht aus dem ersten Teil kennt. Sobald man sie jedoch kennengelernt hat, macht es einfach nur noch Spaß von deren Abenteuer zu lesen. Auch wenn der Fokus hier auf den beiden liegt, gibt es jedoch trotzdem noch Szenen aus Cinders und Kais Sicht, was ich gut finde. Auch wenn ich es spannender gefunden habe über Scarlet zu lesen, was keine Überraschung bei meiner Enttäuschung über den ersten Teil ist.
Während der ganzen Geschichte tritt keine Langeweile auf, sodass es bis zum Ende hin spannend bleibt. 
Scarlet und Wolf sind sehr gelungene Charaktere. Scarlet wirkt wie eine starke junge Frau, während Wolf etwas Mysteriöses an sich hat. Zwischen den beiden entwickeln sich natürlich Gefühle, die ich gut beschrieben finde und gleichzeitig auch zu der märchenhaften Atmosphäre passt.
Das Ende finde ich sehr spannend und es ist so offen, dass ich auf jeden Fall auch dem dritten Teil eine Chance geben werde. 

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine märchenhafte Geschichte voller Spannung und Stärke. Auf jeden Fall bietet Wie Blut so rot eine Steigerung zum ersten Teil.

Sonntag, 18. März 2018

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken, Saba Tahir

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken - Sabaa Tahir
Copyright: One

Informationen:


Titel: Elias & Laia - Die Herrschaft
der Masken
Autor/in: Saba Tahir
Seitenzahl: 528
Verlag: One / Bastei Lübbe
Preis: 10,00 

Link: hier
Inhalt: Elias und Laia gehören zwei verschiedenen Welten an. Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff zum Krieger ausgebildet wird, muss Laia sich täglich vor der Macht der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihr Bruder verschwindet, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt dringt sie in das Innere von Schwarzkliff ein und trifft auf Elias, der eigentlich ihr Feind sein müsste...

Rezension: Die Idee der Geschichte ist einzigartig und hat mich sofort angesprochen. Beim Lesen des Buchs erwartete mich schließlich auch genau das, was ich mir erhofft habe: Eine einzigartige Geschichte, die man so noch nicht gelesen hat und deshalb voller unerwarteter Momente steckt.
Man braucht nicht lange, um sich im Buch zurechtzufinden, da die Geschichte sofort spannend beginnt und von der ersten Seite an schlecht aus der Hand zu legen ist. Auch ohne große Einführung in Laias und Elias' Welt, kann man sich die Regeln dieser gut vorstellen, da mit der Zeit immer mehr Hintergründe erklärt werden. 
Die Charaktere werden gut beschrieben und vor allem durch die Sichtwechsel fällt es dem Leser leicht, sich in Laia und Elias hineinzuversetzen. Mir haben die Kapitel aus Laias Sicht etwas besser gefallen, da ich ihre Geschichte spannender finde.
Das Buch entwickelt sich in einem guten Tempo und da man nicht weiß, was als nächstes passiert oder wem man überhaupt trauen kann, bleibt es auch spannend und man möchte immer weiter und weiter lesen.
Das Ende bietet ein packendes Finale und lässt auf jeden Fall die Neugier auf Teil 2 steigern. 
Das Einzige, das mir gefehlt hat, sind die großen Emotionen. Zwar werden die Kapitel aus Laias und Elias' Sicht gefühlvoll beschrieben, sodass man durchaus mit beiden mitfühlt. Die Gefühle zwischen den beiden fehlen mir jedoch, da mir diese für die Liebesgeschichte zu wenig sind. Es ist für mich nicht ersichtlich, weshalb die beiden sich ineinander verlieben, weil man kaum etwas über die Gefühle erfährt. Aus diesem Grund verspürte ich auch keine wirkliche Chemie zwischen den beiden. Wahrscheinlich wird das erst im zweiten Teil mehr ausgebaut.
Alles in allem, ist das Buch jedoch sehr empfehlenswert, da es einzigartige Ideen und interessante Charaktere beinhaltet.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine Geschichte, die auf eigenen und gut durchdachten Ideen beruht und voller Spannung steckt.

Freitag, 16. März 2018

Ich brenne für dich, Tahere Mafi

Ich brenne für dich
Copyright: Goldmann

Informationen

Titel: Ich brenne für dich
Autor/in: Tahere Mafi
Seitenzahl: 384
Verlag: Goldmann / Randomhouse
Preis: 9,99 
Inhalt: Der Kampf gegen das Reestablishment ist verloren, genauso wie der Zufluchtsort 
der Rebellen. Juliette ist sich nicht mehr sicher darüber, was sie überhaupt für Adam empfindet, denn beide haben sich verändert. Das Einzige, das ihr bleibt, ist die Hoffnung darauf das Regime endgültig zu stürzen. Doch dafür muss sie sich Warner anvertrauen. Eigentlich sollte sie ihn hassen, doch der hat ihr das Leben gerettet. Jetzt verspricht er ihr an ihrer Seite zu kämpfen, doch kann sie ihm wirklich trauen?

Rezension: Wow, mit mehr Worten muss man den letzten Teil der Trilogie nicht beschreiben, denn Tahere Mafi hat sich hier selbst übertroffen. Mich hat der dritte Teil einfach nur fertig gemacht und bei kaum einem anderen Buch wurde ich so emotional wie bei diesem hier. Mein Herz brach an einigen Stellen und wurde an anderen wieder zusammengesetzt. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen und kann gar nicht beschreiben, was die Bücher der Autorin mit einem anstellen.
Wie auch bereits in den Rezensionen zu Ich fürchte mich nicht und Rette mich vor dir muss ich auch hier den überwältigenden Schreibstil erwähnen. Ohne zu übertreiben, kann ich hier offen zugeben, dass Tahere Mafi den besten Schreibstil hat, von dem ich je gelesen habe. Ihre Sprache ist poetisch, gefühlvoll und trifft einen mitten ins Herz. Selten haben Worte eine so große Wirkung wie bei dieser talentierten Autorin. Normalerweise achtet man beim Lesen immer auf das Was. Nicht so bei ihren Büchern, denn bei diesen geht es vor allem auch um das Wie. Oft habe ich mich dabei ertappt, wie ich mehr auf die Sätze an sich als deren Inhalt achtete, einfach weil sie so fantastisch geschrieben sind. Deren Wirkung lässt sich kaum in Worte packen. Man muss es einfach gelesen haben.
Hinzukommen die große Spannung und die unerwarteten Momente. Man weiß einfach nicht, was als nächstes passiert und sobald man denkt, dass nun ein Moment der Ruhe eingetroffen ist, schickt Tahere Mafi den Leser in die nächste Runde der Schockmomente. Ich brenne für dich kann man genauso schlecht weglegen wie die ersten beiden Teile und die Seiten verfliegen einfach nur so. So kann es schnell passieren, dass man das Buch innerhalb einer Nacht in einem Rutsch verschlingt, ohne überhaupt zu merken wie viele Seiten man schon hinter sich gebracht hat.
Auch mit den Charakteren punktet die Autorin. Alle sind einzigartig und die Entwicklungen von Juliette und Adam unglaublich. Genau das sind Charakterentwicklungen, von denen man lesen möchte. Beide sind nicht mehr die Personen, die sie im ersten Band gewesen sind. Juliette ist unglaublich stark geworden und ein tolles Vorbild. Adams Entwicklung hat mir das Herz gebrochen, doch im Gegensatz zu vielen anderen, kann ich ihn nicht hassen, sondern halte auch für ihn einen Platz in meinem Herzen frei. In gewisser Weise kann ich ihn sogar verstehen, auch wenn manche Szenen mit ihm hier viel zu brutal für mich gewesen sind und mir das Herz in alle Stücke rissen. Dafür gibt es endlich mehr Warner im dritten Teil und der mysteriöse Schatten, der ihn noch in den ersten beiden Teilen umgibt, wird endgültig gelöst. Hier lernen wir ihn endlich richtig kennen.
In Sachen Romantik spart die Autorin glücklicherweise auch nicht. Nur will ich nicht zu viel dazu verraten, da man das Thema am besten ohne Vorwissen angeht. Das Einzige, das ich sagen muss, ist, dass ich froh darüber bin, dass bei der Liebe nichts überstürzt wird, sondern realistische Entwicklungen im Vordergrund stehen.
Das Finale ist packend und lässt einen nicht mehr los. Es steckt voller Nervenkitzel und Spannung und ist Tahere Mafi mehr als gut gelungen. Somit ist der dritte Teil ein gelungener Abschluss mit viel Spannung, sprachlicher Gewalt und starken Charakteren.
Die Ich fürchte mich nicht-Trilogie ist eine der besten Reihen, die ich jemals gelesen habe, vor allem sprachlich gesehen und von den Entwicklungen her und sollte von jedem gelesen werden. Ich kann absolut keine Schwächen in diesen Büchern finden und werde sie auf jeden Fall rereaden. Vor allem wegen dem Schreibstil. 

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein beeindruckender Abschluss mit unendlicher Spannung, starken Charakterentwicklungen und einem unvergesslichen Schreibstil.