Sonntag, 18. Februar 2018

Soul Mates - Flüstern des Lichts, Bianca Iosivoni

Copyright: Ravensburger

Informationen

Titel: Soul Mates - Flüstern des Lichts
Autor/in: Bianca Iosivoni
Verlag: Ravensburger
Seitenzahl: 480
Preis: 14,00 

Link: hier
Inhalt: Als Rayne eines Abends von dem mysteriösen Colt gerettet wird, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Ihm geht es genauso, was dazu führt, dass er immer wieder ihre Nähe sucht. Schnell findet Rayne heraus, dass beide Seelenpartner sind und sie selbst Teil einer geheimen Welt ist, die aus Licht- und Dunkelseelen besteht. Doch diese steckt in Aufruhr. Während Colt zu den Lichtseelen gehört, weiß Rayne nicht zu welcher Seite sie gehört und wem sie wirklich trauen kann.

Rezension: Soul Mates konnte mich vor allem durch die einmalige mysteriöse Atmosphäre, die in dem Werk steckt, überzeugen. Schon von Anfang an entführt die Autorin den Leser in ihre Welt, in der man sich sofort wohl fühlt und in die man gerne zurückkehrt. Genau das Gleiche einmalige Gefühl überträgt Bianca Iosivoni auf ihre Charaktere. Vor allem Colt wirkt durch sein mysteriöses Auftreten wie kein anderer männlicher Romanheld. Rayne ist zudem eine Person, die ich sofort lieb gewonnen habe, was vielleicht auch daran liegt, dass sie mich ein wenig an mich selbst erinnert. Die weiteren guten Nebenfiguren schließt man auch schnell ins Herz, weil die Autorin sie so liebevoll beschreibt. Beim Lesen merkt man, wie sehr der Autorin ihre Geschichte am Herzen liegt, was sich auch auf den Leser überträgt und den Lesespaß steigt.
Obwohl Soul Mates ein richtiger Fantasy-Roman ist, der etwas an die Chroniken der Unterwelt-Reihe erinnert, erzählt die Autorin auf eine Weise, die für das Genre untypisch ist. Statt durch unzählige Wenden und Schockmomente Spannung zu erzeugen, wirkt Soul Mates entspannter und bleibt trotzdem spannend. Vor allem baut sich diese bis zum Ende hin immer mehr auf, wodurch ein mitreißendes Finale geliefert wird. Vor allem das Ende, lässt die Neugier auf Teil 2 steigen.
Außerdem muss ich ein großes Lob für die Idee aussprechen, da ich die Idee mit den Dunkel- und Lichtseelen sehr gut gelungen finde und auch etwas Neues liefert. Genauso wie ich die Tatsache toll finde, dass man genauso wie Rayne nicht wirklich weiß, wer eigentlich gut und böse ist. Genauso wie die Hauptperson wird man als Leser nämlich selbst unvorbereitet in die Welt gerissen und muss sie erst einmal vorsichtig kennenlernen. Somit ist Soul Mates eine klare Leseempfehlung.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine mitreißende Geschichte, die vor allem durch ihre einmalige mysteriöse Atmosphäre überzeugt.

Montag, 5. Februar 2018

Verliere mich. Nicht, Laura Kneidl

Verliere mich. Nicht.
 - Laura Kneidl - PB
Copyright: Lyx

Informationen

Titel: Verliere mich. Nicht
Autor/in: Laura Kneidl
Verlag: Lyx / Bastei Lübbe
Seitenzahl: 470
Preis: 12,90 

Link: hier
Inhalt: Mit Luca war Sage glücklicher denn je, da er ihr gezeigt hat, was es bedeutet ohne Ängste zu leben und wie es sich anfühlt wirklich geliebt zu werden. Doch dann hat ihre dunkle Vergangenheit sie eingeholt und das komplette Glück der beiden zerstört.
Sage schafft es jedoch nicht Luca zu vergessen und ihm geht es genauso. Dennoch weiß sie, dass ohne das richtige Aufarbeiten ihrer Vergangenheit eine Beziehung zu ihm niemals funktionieren wird. Als Luca Sage deutlich macht, dass er sie zurück will, muss sich Sage die Frage stellen, ob sie endgültig bereit dafür ist ihren Schatten ein Ende zu bereiten.

Rezension: Zunächst möchte ich mich bei lesejury.de dafür bedanken, dass ich auch bei der Leserunde zum zweiten Teil von Laura Kneidls Duologie dabei sein durfte und dadurch die Möglichkeit erhielt Verliere mich. Nicht vor dem offiziellen Erscheinungstermin zu lesen.
Da mir Berühre mich. Nicht sehr gut gefallen hat und eine realistische New Adult-Geschichte ohne Klischees bietet, hatte ich sehr hohe Erwartungen an den zweiten Teil. Glücklicherweise hat Verliere mich. Nicht all meine Erwartungen erfüllt, wodurch der zweite Teil den perfekten Abschluss für Sages Geschichte liefert und es mir mehr als schwer fällt, mich von Sage und den weiteren liebevoll gestalteten Charakteren zu verabschieden.
Verliere mich. Nicht setzt gleich an das Ende von Berühre mich. Nicht an, wodurch es einem leicht fällt wieder in die Geschichte zu finden. Jeder, der das Ende von Berühre mich. Nicht kennt, weiß mit was für einem herzzerreißenden Cliffhanger der erste Teil endet. Aus diesem Grund ist die Stimmung zu Beginn des Buchs auch sehr bedrückt, da es Sage nach allem was passiert ist, nicht gut geht. Laura Kneidl schafft es Sages Gefühle sehr gut zu beschreiben, sodass man auf jeder Seite mit ihr mitfühlt- und leidet. Mir tat Sage beim Lesen so leid und ich wünschte ihr nichts anderes, als, dass sie endlich einmal Glück im Leben hat.
Auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz und genauso wie in Berühre mich. Nicht nimmt sich Laura Kneidl viel Zeit, um die Personen zu beschreiben, sodass man alle ins Herz schließt und gar nicht mehr verlassen möchte. Bestimmte Charaktere wie Megan und Connor zum Beispiel nehmen sogar noch mehr Raum ein als im ersten Teil, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Luca lernt man zu Beginn des zweiten Teils wieder von seiner alten Seite kennen und vor allem anfangs gibt es immer wieder Szenen, bei denen es mir schwer fällt ein wirkliches Bild von ihm zu erhalten. Er ist einfach ein interessanter Charakter mit vielen Fassetten, dessen wirklichen Kern man erst mit der Zeit entdeckt. In Berühre mich. Nicht wusste ich noch nicht, was ich von ihm halten sollte, da mich manches an ihm störte. Dadurch, dass seiner Charakterentwicklung in Verliere mich. Nicht genug Zeit geschenkt wird, habe ich es im zweiten Teil jedoch geschafft ihn ganz ins Herz zu schließen, da wie man erfährt auch er mehr mit sich herumträgt, als man zunächst vielleicht meinen könnte.
Den Konflikt zwischen Sage und Luca kann man mehr als gut nachvollziehen. Sages Ängste bereiten beiden Probleme und es wird deutlich, dass Sage und Luca erst eine gemeinsame Chance haben, wenn Sage es schafft, sich ihm zu öffnen. Dass sie dafür Zeit braucht ist verständlich und die Entwicklung, die sie durchlebt, stellt Laura Kneidl realistisch dar. Genauso wie in Berühre mich. Nicht entwickelt sich in Verliere mich. Nicht alles langsam, wodurch Sage und Luca die Zeit bekommen, die sie benötigen, um sich wieder näher zu kommen. Genauso wie Sage endlich selbstbewusster wird.
Ihre Charakterentwicklung von der verschlossenen ängstlichen Studentin zu einer starken jungen Frau ist ein großer Pluspunkt in der Duologie, da Laura Kneidl mit ihr zeigt, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen muss, wenn man etwas ändern möchte, ohne auf einen rettenden Prinzen zu warten, der einen von all seinen Schatten heilt.
Während dem Verlaufs der Geschichte erwarten den Leser einige Überraschungen und Schockmomente, weshalb das Buch den Leser total mitreißt und nicht mehr loslässt. 
Außerdem kommt es hier endlich zu einer Konfrontation mit ihrer Vergangenheit, da wie man sich denken kann, Sage endlich wieder auf Alan und ihre Familie stoßen wird. Dieser Teil hat mir besonders gut gefallen, da auch dieser besonders emotional gelöst wird und sich beim großen Finale Sages neues Selbstbewusstsein besonders deutlich macht.
Mich hat das Ende zu Tränen gerührt, weil ich so erleichtert darüber gewesen bin, dass Sages aufgestauten Sorgen ein Ende bekommen, aber auch, weil alles so emotional und gefühlsnah geschildert wird. Laura Kneidl hat wirklich ein Talent, wenn es darum geht, ihre Leser mit selbstgeschriebenen Worten ins Herz zu treffen. 
Das Einzige, das ich etwas schade finde, ist, dass im letzten Drittel die Nebencharaktere wie April und Megan etwas zu kurz kommen, weswegen Fragen in Bezug auf diese unbeantwortet bleiben. Dies fällt nur so stark auf, weil sie davor eine so große Rolle spielten.
Das Verabschieden von dieser Duologie fällt mir sehr schwer, weil ich mich in der Welt so zuhause gefühlt habe und alle Charaktere ins Herz geschlossen habe. Fakt ist, dass Laura Kneidl mit Berühre mich. Nicht und Verliere mich. Nicht zwei einzigartige New Adult-Romane geschaffen hat, die unter die Haut gehen und sich von sämtlichen Klischees des Genres fernhalten. Außerdem schafft sie es eine ernsthafte Thematik würdevoll darzustellen und macht durch die Entwicklung von Sage und deren Geschichte vielen Betroffenen sicherlich Mut, da sie zeigt, dass man mit seinen Ängsten und Problemen nicht allein ist und es immer einen Weg zur Besserung gibt.

Insgesamt: 
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★ ★ 
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein mehr als gelungener zweiter Teil, der genauso emotional wie Berühre mich. Nicht ist und vor allem mit der starken Charakterentwicklung Sages punktet, die es schafft sich in Verliere mich. Nicht endlich ihren Ängsten zu stellen. Berühre mich. Nicht und Verliere mich. Nicht bieten eine realistische New Adult-Geschichte voller Emotionen und unerwarteter Momente.

Sonntag, 14. Januar 2018

Nur noch ein einziges Mal, Colleen Hoover

Coverbild Nur noch ein einziges Mal von Colleen Hoover, ISBN-978-3-423-74030-2
Copyright: dtv

Informationen


Titel: Nur noch ein einziges Mal
Autor/in: Colleen Hoover
Verlag: dtv
Seitenzahl: 416
Preis: 14,95 

Link: hier
Inhalt: Als Lily nach Boston zieht, fühlt sie sich zunächst wie in einem Traum, da sie ihren ersten Job erhalten hat und ein neues Kapitel in einer neuer Stadt starten kann. Es wird für sie noch besser, als sie den attraktiven Ryle kennenlernt, in den sie sich schnell verliebt. 
Doch als Lily ihrer ersten große Liebe Atlas begegnet, ändert sich alles zwischen ihr und Ryle, da sie eine Seite von ihm kennenlernt, die sie niemals erahnt hätte.

Rezension: Ich kann mich nicht daran erinnern, wann mich das letzte Mal ein Buch so mitgenommen hat Nur noch ein einziges Mal. Es gibt einfach keine Worte für die Geschichte und ich bin noch immer nicht über den emotionalen Inhalt des Buchs hinweg. 
Es fällt mir schwer eine normale Rezension zu Colleen Hoovers neuem Werk zu schreiben, weil es einfach keine Worte gibt, die meine so starken Gefühle für dieses Buch aussprechen. Gleichzeitig möchte ich nichts spoilern, da man das Buch wirklich lesen sollte, ohne zu wissen was die Hauptthematik davon ist, denn das ist nicht die Liebe, sondern etwas viel Ernsteres, das die Autorin selbst mitansehen musste. Das ist auch der Grund dafür, dass sie es schafft die Geschichte so glaubwürdig zu erzählen.  
Nur noch ein einziges Mal beginnt wie jeder andere Colleen Hoover-Roman auf leichte und romantische Weise. Wir haben mit Lily eine sympatische starke junge Frau als Hauptperson und Ryle wirkt mit seinem attraktiven Aussehen und beruflichem Erfolg zunächst wie der typische Traummann. Dass er das jedoch nicht ist, erfährt man später auf so schockierende Weise, dass man es selbst nicht glauben kann.
Die Liebesgeschichte der beiden wird romantisch und realistisch beschrieben. Tatsächlich entwickelt sie sich innerhalb weniger Monate, was das Ganze realistisch macht. Es ist schön Lilys Leben über viele Monate hinweg zu verfolgen und ihr beim Verwirklichen ihrer Träume zuzuschauen.
Etwas, das ich auch sehr gut finde, sind die Informationen zu ihrer schmerzhaften Kindheit, über die man in ihren alten Tagebüchern liest. Die Stellen werden so emotional beschrieben, das ich oft eine Pause einlegen musste, um das Gelesene zu verarbeiten.
Die Wende der Geschichte ist schockierend und riss mich als Leser komplett mit. Bei der ersten gegenwärtigen emotionalen und schockierenden Stelle war ich so außer mich, dass ich meine Tasse Tee aus Versehen über die Seite verschüttet habe. Etwas, das mir noch nie passiert ist, da ich mit meinen Büchern eigentlich sehr vorsichtig umgehe. 
Ab dann wird es immer emotionaler und Colleen Hoover gelingt es perfekt, Lilys Gefühle darzustellen. Das sogar so gut, dass man selbst mit Lily mitleidet und nicht mehr weiß, was richtig und falsch ist.
Und dann das Ende. Ich weiß nicht, was ich von diesem halten soll, aber es ist anders als jedes andere Ende, von dem ich bisher gelesen habe. Es ist das Richtige und zugleich fühlt es sich nicht wie ein Happy-End an. Ich kann nicht beschreiben, was das Buch mit mir angestellt hat. Es ist zu viel.
Nur noch ein einziges Mal ist Colleen Hoovers persönlichstes und mutigstes Werk und definitiv eins ihrer besten Bücher. Sie greift ein Tabu-Thema auf und schafft es, dass man das aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, wodurch man einen ganz anderen Bezug zu dem Thema erhält. 
Man muss es einfach gelesen haben, um zu verstehen, wie toll das Buch ist. Um zu verstehen, was es wirklich bedeutet von einem Buch emotional mitgerissen zu werden. Um zu verstehen, wie es sich anfühlt, wenn man als Leser plötzlich nicht mehr weiß, was richtig ist, weil die Vernunft etwas anderes als das Herz sagt. Das Buch hat mir einfach nur das Herz gebrochen. 

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★ ★ 
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein Buch, das mich sprachlos gemacht hat. Es ist so emotional geschrieben, dass man mit jeder Faser seines Körpers mitleidet. Gleichzeitig wirft es ein ganz anderes Bild auf ein ernstes Thema. 

Dienstag, 9. Januar 2018

Singe, fliege, Vöglein stirb, Janet Clark

Singe, fliege, Vöglein, stirb
Copyright: Loewe

Informationen


Titel: Singe, fliege, Vöglein stirb
Autor/in: Janet Clark
Verlag: Loewe
Seitenzahl: 336
Preis: 12,00 

Link: hier
Inhalt: Seit Ina die Leiche einer Mitschülerin gefunden hat, läuft ihr Leben komplett aus dem Ruder. Ihr Freund Aaaron wir des Mordes verdächtigt, jedoch ist Ina von seiner Unschuld überzeugt und verteidigt ihn vor der Öffentlichkeit. Dadurch macht sich ihre Familie viele Feinde. Zudem taucht ein alter Freund von ihr auf, dem sie einen Gefallen schuldig ist. Irgendwann wird Ina selbst zur Verdächtigen und sitzt so tief in einem Netz aus Lügen, dass sie niemandem mehr trauen kann. Nicht einmal mehr Aaaron.

Rezension: Man findet sich sehr schnell in der Geschichte wieder und dadurch, dass Ina ein sehr sympatischer und starker Charakter ist, folgt man ihrer Geschichte gerne. Die Handlung verläuft spannend und steckt voller Überraschungen. Das führt dazu, dass die Geschichte nicht vorhersehbar ist und man selbst nicht einschätzen kann, wer schuldig und unschuldig ist. Die Darstellung des gefährlichen Kammerspiels schafft es die Autorin bis zum Ende hin aufrechtzuerhalten. 
Zudem gewinnt die Geschichte durch die verschiedenen Charaktere an Tiefe. Etwas, das auch sehr gut miteingebaut wird, ist die Auswirkung von Medien in Bezug auf solche kriminellen Taten. Allerdings hätte man das auch noch mehr ausbauen können, da dieser Aspekt nur eine kleine Rolle im Buch spielt.
Obwohl die Geschichte voller unerwarteter Momente steckt, verspürte ich jedoch keinen aufregenden Nervenkitzel beim Lesen, was daran liegt, dass die Geschichte für einen Thriller sehr langsam erzählt wird. Hierbei hätte man bestimmte Stellen meiner Meinung nach auch kürzen können, wodurch mehr Dynamik herrschen würde. Das Ende wird sehr schnell abgehandelt und hätte meiner Meinung nach auch mehr Tiefe gebraucht. 
Etwas, das mich an der Geschichte auch etwas gestört hat, ist der Schreibstil. Vor allem zu Beginn der Geschichte ist es anstrengend diesem zu folgen, da Janet Clark meiner Meinung nach übertriebene Jugendsprache verwendet, die fern der Realität ist. Vor allem bei den Abschnitten aus Aaarons Sicht war das deutlich und nervig. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran, wodurch es einem später weniger auffällt.
Abgesehen von diesen kleinen Punkten, ist Singe, fliege, Vöglein stirbt jedoch ein unterhaltsames Buch, das für spannende Lesestunden sorgt.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★  ★ 

Fazit: Ein spannender Thriller mit vielen unerwarteten Momenten, bei dem jedoch ein paar kleine Dinge besser ausgearbeitet werden hätten können. 

Samstag, 30. Dezember 2017

Jahreshighlights 2017

Ein Jahr weiterer unterschiedlicher Bücher geht für mich zu Ende, womit die Zeit für einen weiteren Rückblick gekommen ist. Hier möchte ich meine Highlights des Jahres mit euch teilen und Bücher, die ich ganz bestimmt nicht mehr vergessen werde.
Eins der besten Bücher des Jahres ist für mich definitiv Berühre mich. Nicht von Laura Kneidl. Es ist zudem eins der besten New Adult-Romane, die ich bisher gelesen habe und verdient den Hype. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil, der im Januar erscheint. 
Wenn ich schon bei New Adult-Romanen bin, dann darf Colleen Hoover natürlich nicht unerwähnt bleiben. Nächstes Jahr, am selben Tag gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres und besonders glücklich darüber bin ich, dass ich es dieses Jahr endlich geschafft habe mein Lieblingswerk der amerikanischen Autorin zu rereaden: Hope Forever. Ich habe es vermutlich schon viel zu oft gesagt, aber kann mich nicht davon abhalten es wieder zu erwähnen: Jeder, der letzteres Buch noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt nachholen, denn es ist einfach überwältigend.
Da ich mehr als die Hälfte des Jahres in England verbracht habe, las ich natürlich auch viele englische Bücher. Eins, das mich noch immer schockiert, wenn ich daran denke ist Kill the boyband von Goldy Moldavsky. Es ist meiner Meinung nach sogar viel besser als Fangirl und ich muss es unbedingt irgendwann wieder lesen, weil ich es viel zu schnell beendet habe. 
Radio Silence von der jungen Autorin Alice Oseman ist ebenfalls ein Buch, das ich jedem ans Herz legen kann. Es wirkt so echt wie kein anderes und ich habe mich in dem Werk, das den Leistungsdruck in unserer Gesellschaft und das Schulsystem kritisiert sehr verstanden gefühlt. 
Ein Buch, auf das ich mich besonders gefreut habe ist Unfiltered von Lily Collins, welche eine meiner Lieblingsschauspielerinnen ist. Glücklicherweise hatte sich das Warten auch gelohnt, denn ich kann die Sammlung von persönlichen Essays jedem empfehlen.
Nun aber wieder zurück zu deutschen Büchern. Sicherlich hat jeder schon von Du neben mir gehört. Nicht nur der Film ist besonders und süß, sondern auch das Buch und jeder, der noch nach einer leichten Lektüre sucht, die ihm das Herz erwärmt, sollte der wunderschönen Geschichte eine Chance geben.
Besonders glücklich bin ich darüber 2017 mit dem wunderschönen Buch Wolkenschloss abschließen zu können, denn die Geschichte ist einfach wunderschön und passt perfekt zur kalten Jahreszeit.
Was waren eure Highlights 2017?

Wolkenschloss, Kerstin Gier

Wolkenschloss
Copyright: S. Fisher Verlage

Informationen


Titel: Wolkenschloss
Autor/in: Kerstin Gier
Verlag: FISCHER FJB
Seitenzahl: 464
Preis: 20,00 

Link: hier
Inhalt: Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss. Bei diesem handelt es sich um ein luxuriöses Grandhotel, das seine Glanzzeiten zwar schon hinter sich hat, aber trotzdem noch viele Besucher aus gutem Haus beherbergt. Die siebzehnjährige Fanny absolviert ein einjähriges Praktikum an dem besonderen Ort und hat alle Hände voll zu tun.
Doch in den Weihnachtsferien, in denen die verschiedensten Gäste für den berühmten Silvesterball anreisen, kommt es zu noch mehr Turbulenzen. 
Was hat es mit dem teuren Diamanten auf sich, denn die Obligarchengattin anscheinend besitzt? Und weshalb klettert der gutaussehende Tristan nachts an der Fassade des Hotels hoch? Schon bald wir Fanny klar, dass nicht jeder der Gäste der ist, der er vorgibt zu sein. Es dauert nicht lange, bis sie in einem lebensgefährlichen Abenteuer landet, bei welchem sie nicht nur ihren Job, sondern auch ihr Herz verlieren könnte.

Rezension: Schon lange habe ich nicht mehr eine so zauberhafte und entspannte Geschichte wie diese hier gelesen. Wolkenschloss ist das perfekte Buch für die Weihnachtsferien und ein paar gemütliche Stunden, in denen man einfach mal abschalten möchte, denn das Öffnen des Buchs fühlt sich jedes Mal wie das Ankommen in einem zweiten Zuhause an. 
Kerstin Gier beschreibt die Räume des Hotels und deren Gäste und das Personal liebevoll. Das führt dazu, dass man sich als Leser alles super vorstellen kann und den Eindruck erhält, dass es das Hotel wirklich gibt. Vor allem finde ich die ganzen Anspielungen auf die Schweiz und das Schweizerdeutsche super, da man sich dadurch nur noch wohler in der winterlichen Geschichte fühlt und merkt, dass Kerstin Gier wirklich genau darüber nachgedacht hat, was sie erzählt.
Fanny ist eine unglaublich warmherzige Hauptperson, die so lebensecht wirkt, dass man sich einfach mögen muss. Auch die meisten anderen Personen sind so liebeswürdig, dass es mir sehr schwer fiel mich am Ende von ihnen zu verabschieden.
Wolkenschloss bietet zwar keine große Spannung, da wenn man ehrlich ist, auf den ersten 370 Seiten nichts Atemberaubendes passiert, aber manchmal muss es das in einem guten Buch auch gar nicht. Manchmal braucht man nämlich nur ein entspanntes Buch, das einen von innen wärmt und genau das tut Wolkenschloss mit seiner wunderschönen Atmosphäre.
Im letzten Drittel wird es dafür dann auch so spannend, dass man das in einem Ruck lesen kann und man kriegt auch geballte Action geliefert.
Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, allerdings ist diese hier sehr kurz gehalten, was ich gut finde. Zwar entwickelt sich die Dreiecksgeschichte meiner Meinung nach zu schnell, allerdings stört das bei der märchenhaften Atmosphäre nicht.
Wolkenschloss ist das perfekte Buch für die Weihnachtsferien und unvergleichlich. Es fiel mir mehr als schwer mich von der liebevoll beschriebenen Welt zu verabschieden, weil ich sie beim Lesen so sehr ins Herz geschlossen habe.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte, die einem das Herz erwärmt und perfekt zur winterlichen Jahreszeit passt.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Das Lied der Krähen, Leigh Bardugo

Das Lied der Krähen Leigh Bardugo Cover Knaur Verlag
Copyright: Knaur

Informationen


Titel: Das Lied der Krähen
Autor/in: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 592
Preis: 16,99 

Link: hier
Inhalt: Kaz Brecker lebt in Ketterdam, einer pulsierenden Hafenstadt voller zwielichtiger Gestalten. An diesem turbulenten Ort hat er es geschafft sich zur rechten Hand eines Bandenchefs hochzuarbeiten. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm zu unendlichen Reichtum verhelfen kann, weiß er sofort, dass er das nicht ablehnen kann. Mit fünf weiteren Gefährten macht er sich auf den Weg nach Norden, um einen gefährlichen Magier aus einem gut gesicherten Gefängnis zu befreien.

Rezension: Ich habe mich sehr auf das Lesen von Das Lied der Krähen gefreut und startete das Buch mit hohen Erwartungen - leider mit zu hohen Erwartungen, wie sich schnell herausstellte. Wie einigen anderen auch fiel mir der Einstieg in die Geschichte schwer. Zwar fand ich mich in der magischen Welt auch ohne das Lesen der Grischa-Reihe der Autorin gut zurecht, allerdings überforderten mich die zahlreichen Figuren, die man zu Beginn kennenlernt, denn Das Lied der Krähen wird nicht nur aus einer, sondern aus sechs Sichten erzählt. Wie man sich vorstellen kann, braucht man dadurch etwas Zeit bis man sich ein Bild aller Charaktere und deren Beziehungen zueinander macht. Allerdings fiel es mir dadurch auch sehr schwer der Handlung von Beginn an zu folgen und diese als spannend zu empfinden, da ich erst einmal damit beschäftigt gewesen bin, die ganzen unterschiedlichen Figuren zu begreifen. Mit der Zeit jedoch schafft man es in die Geschichte zu kommen und ab dann wird es auch besser, weil man endlich unabgelenkt der Handlung folgen kann. Diese ist keineswegs vorhersehbar, jedoch auch nicht so spannend wie wie ich mir erhofft habe, da sich vieles in die Länge zieht. Mir fehlt in Das Lied der Krähen der rote Faden und ein strukturierter Aufbau. Das macht das Lesen anstrengend.
Gegen Ende wurde es für mich dann zum ersten Mal richtig spannend und der Schluss hat mich so überrascht, dass ich trotz meiner leichten Enttäuschung auch dem zweiten Teil noch eine Chance geben möchte.
Die Charaktere sind sehr komplex und unterschiedlich. Ich persönlich mochte Nina am meisten. Dennoch war es so, dass durch das Auftreten von gleich sechs Hauptpersonen es mir kaum möglich war ein richtiges Bild von jeder Person zu bekommen, weshalb einige nur oberflächlich für mich bleiben. Auch die Liebesgeschichten wirken auf mich eher erzwungen und hätte es meiner Meinung nicht geben müssen. Vor allem, weil Inej und Nina sehr starke weibliche Charaktere sind und durch die romantischen Probleme in Bezug auf Matthias und Kaz eher heruntergestuft werden.
Das Einzige, das ich an der Geschichte richtig gut finde, ist Leigh Bardugos Schreibstil, da dieser wirklich fantastisch ist. Leider reicht dieser allein jedoch nicht aus um die Handlung zu retten. 

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★   
Spannung:  ★  ★ ☆ 
Gefühle: ★ ★  ☆ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★  ☆ 

Fazit: Eine Geschichte voller magischer Ideen, der jedoch schwer zu folgen ist, da der Einstieg alles andere als einfach ist und ein roter Faden so gut wie nicht vorhanden ist.