Dienstag, 13. März 2018

Hundert Namen, Cecelia Ahern

Hundert Namen
Copyright: S. Fischer Verlage

Informationen

Titel: Hundert Namen
Autor/in: Cecelia Ahern
Seitenzahl: 413
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Preis: 9,99 
Inhalt: Die junge Journalistin Kitty steht an einem Tiefpunkt, nachdem sie einen schweren Fehler gemacht hat, der ihren Ruf als vertrauenswürdige Journalistin zerstört. Dann entdeckt sie eine mysteriöse Liste mit hundert Namen über die niemand etwas weiß. Ihr bleiben zwei Wochen, um herauszufinden, was es mit den Menschen auf sich hat. Während es ihr anfangs nur darum geht einen interessanten Artikel zu schreiben, der ihre Karriere rettet, merkt sie während ihrer Recherche, dass es um noch viel merkt - nämlich um das wahre Leben

Rezension: Mit Hundert Namen beweist Cecelia Ahern wieder ihr Können, wenn es um das Schreiben gefühlvoller Geschichten geht, die das Herz berühren. 
Die Geschichte beginnt sofort spannend, da man mitten in Kittys Leben hineingeworfen wird, das gerade nicht sehr gut verläuft. Die Beschreibung ihres Charakters finde ich gut gelungen. Man lernt sie vor allem als Journalistin kennen und erfährt, weshalb sie sich für diesen Beruf entschied, der perfekt zu ihrer Neugierde passt. Allerdings begegnet man Kitty anfangs auch als eine junge Frau, die sich auf ihrem Ziel immer erfolgreicher zu werden, etwas verloren hat.
Nachdem sie die Liste mit den hundert Namen findet, wird man als Leser sofort neugierig und möchte erfahren, wie es weitergeht. Die Begegnungen mit den verschiedenen Menschen finde ich sehr interessant beschrieben. Vor allem, weil sie so unterschiedlich sind und gleichzeitig echt wirken. Allerdings muss ich zugeben, dass sich das Kennenlernen in der Mitte in die Länge zieht, wodurch es etwas langatmig wird. 
Das mit der gefundenen Liebe am Ende finde ich es auch etwas zu schnell und hätte es besser gefunden, wenn Kitty und ihr Freund normale Freunde geblieben wären. Vor allem, weil Kitty bereits erzählt hat, dass beide während ihres Studiums ausprobiert haben, ob sie vielleicht zu mehr bestimmt sind, was schief ging. Aus diesem Grund wirkt die plötzliche Beziehung am Ende dann doch etwas unglaubwürdig.
Dafür wird es zum Ende hin wieder richtig spannend und die Ideen für die weiteren Ereignisse finde ich super, weil Dinge passieren, mit denen ich nicht gerechnet habe. Somit kann man das Ende überhaupt nicht vorhersehen.
Wie fast jedes andere Buch der Autorin endet auch Hundert Namen mit einer Botschaft fürs Leben und erwärmt dem Leser das Herz. Abschließend kann ich sagen, dass Hundert Namen nicht das stärkste Buch der irischen Autorin ist, aber dennoch eine wunderschöne lesenswerte Geschichte liefert.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über die Besonderheiten des Lebens, die ans Herz geht.

Sonntag, 11. März 2018

Obsidian - Schattendunkel 1, Jennifer L Armentrout

Bildergebnis für jennifer l armentrout obsidian
Copyright: Carlsen


Informationen

Titel: Obsidian - Schattendunkel
Autor/in: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 432
Verlag: Carlsen
Preis: 9,99 
Inhalt: Als Katy vom sonnigen Florida nach West Virginia zieht, ist sie zunächst wenig begeistert davon. Ihre Nachbarn bringen jedoch frischen Wind in ihr Leben. Schnell freundet sie sich mit Dee an, doch ihr Bruder Daemon verhält sich seltsam gegenüber Katy. Doch was Katy nicht weiß, ist, dass genau dieser Junge ihrem Schicksal eine andere Wendung geben wird.

Rezension: Ich bin ehrlich gesagt etwas zwiegespalten, was meine Meinung zu Obsidian angeht. Mich hat der Klappentext zunächst nicht wirklich angesprochen, weil es mir wie eine Twilight-Nachmache erschien. Da jedoch so viele von dem Werk schwärmen, beschloss ich dem Buch eine Chance zu geben. Die ersten knapp 200 Seiten fand ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich spektakulär, weil die Geschichte in diesen nichts Neues bietet, sondern fast genauso bereits in vielen anderen Werken auftaucht. Wir haben ein unsicheres Mädchen, das hübsch ist, sich aber nicht hübsch fühlt und einen attraktiven respektlosen Bad Boy, in den sich unsere Hauptperson nur wegen seines umwerfendes Aussehen verliebt. Dazu die all bekannte Geschichte, dass die Hauptperson natürlich merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Daemon erinnerte mich charakterlich und äußerlich stark an Damon aus Vampire Diaries und Katy ist zwar frech und leidenschaftliche Buchbloggerin, aber lässt sich dennoch von Daemon einnehmen, womit sie in diesem Punkt kaum Stärke beweist und ging mir damit auf die Nerven, dass sie sich für wenig hübsch hält, obwohl sie das natürlich ist. Das finde ich sehr schade, weil sie im Vergleich zu Bella und Co. eigentlich mehr Eigenständigkeit beweist (Die Spaghetti-Szene ist unschlagbar), aber sich dann schnell wieder von Daemons Aussehen blenden lässt. Fakt ist, man kriegt mich nicht allein damit rum, eine Buchbloggerin als Hauptperson zu nehmen. Die ganze Geschichte könnte als Twilight 2.0 durchgehen, was ich zwar auch nicht all zu sehr mag, aber dafür mehr Originalität und anständige Jungs bietet.
Wie gesagt trifft das auf die ersten 200 Seiten zu, denn danach wurde ich kurzzeitig positiv überrascht. Der Punkt nämlich ist, dass Daemon kein Vampir oder Werwolf ist, sondern etwas ganz anderes und genau das ist neu für das Genre. Tatsächlich konnte mich diese Wendung begeistern, aber daraufhin wurde die Geschichte schnell wieder durchschnittlich. Meiner Meinung nach hat Katy sich mit der Wahrheit viel zu schnell abgefunden, was unrealistisch ist. Und Daemon änderte sich charakterlich auch nicht wirklich. Die Geschichte erinnert nach der Überraschung dann wieder stark an Twilight, weil Daemons Familie/Freunde zum Beispiel eine große Rolle spielten und es natürlich auch Erzfeinde zu bekämpfen gibt. Das Spiel der Klischees geht in die nächste Runde bis zum Finale, das etwas spannender sein hätte können.
An sich wird die Geschichte aber gut erzählt und ist spannend, wenn auch vorhersehbar. Wenn die Autorin eines gut kann, dann ist es Kapitel mit dem perfekten Satz enden zu lassen. Katy besitzt Charaktereigenschaften, die ich mag, aber auch wieder welche, die mich stören, weil sie sich mit den starken Eigenschaften widersprechen.
Mit Daemon konnte ich überhaupt nicht warm werden, weil er sich die meiste Zeit daneben benimmt und versucht Katy herumzukommandieren, was sie sich wegen seines tollen Aussehens gefallen lässt . Es wird wirklich Zeit, dass sich Autoren von dieser Art von Jungs verabschieden, weil das den Lesern ein falsches Bild vermittelt und nicht zeigt, wie eine gesunde Beziehung aussieht. 
Dee mag ich dafür sehr, weil sie sehr individuell ist und durchgehend großes Selbstbewusstsein und Stärke beweist. Aus diesem Grund bin ich sehr froh darüber, dass sie in der Geschichte so viel Platz einnimmt, weil ich alle Szenen mit ihr sehr mochte.
Wie man sieht, bin ich sehr zwiegespalten was das Buch eingeht. Mich stören einige klischeehafte Dinge, dennoch mag ich die neue Idee, die die Autorin miteingebaut hat und ihre Art die Geschichte zu erzählen. Außerdem gibt es einen großen Pluspunkt dafür, dass die Autorin Katy und Daemon Zeit für ihre Gefühle gibt und sie nicht wie in anderen vergleichbaren Werken sofort übereinander herfallen. Genauso wie auch für die vielen humorvollen Szenen, die mich zum lachen brachten. Aus diesem Grund finde ich, dass das Buch unterhaltsam ist, aber kann den großen Hype nicht nachvollziehen. Das ist sehr schade, weil ich mehr erwartet habe.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ☆ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★  ☆ 

Fazit: Eine Geschichte, die leider wenig Neues bietet, aber eine interessante Grundidee beinhaltet und gut erzählt wird.

Samstag, 10. März 2018

Lord of Shadows, Cassandra Clare

Lord of Shadows
Copyright: Goldmann

Informationen

Titel: Lord of Shadows -
Die Dunklen Mädchte
Autor/in: Cassandra Clare
Seitenzahl: 832
Verlag: Goldmann / Randomhouse
Preis: 19,99 
Inhalt: Emma hat ihre Eltern gerächt, aber findet dennoch keinen Frieden. Vor allem, weil aus ihrer Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian Liebe geworden ist, was beide in Gefahr bringt. Um sich beide zu schützen, lässt sie sich deswegen auf eine Beziehung zu seinem Bruder Marke ein.
Außerdem herrscht Unruhe in der Unterwelt, da die Feen beginnen aufzubegehren. Sie sind mit den harten Bedingungen, die für sie nach dem Kalten Krieg gelten nämlich nicht zufrieden. Emma und die anderen Schattenjäger müssen deshalb ihre privaten Probleme vergessen und stattdessen für alles kämpfen, das ihnen wichtig ist, bevor ein neuer Krieg ausbricht...

Rezension: Mir gefällt Lord of Shadows etwas besser als der erste Teil, weil er mehr Spannung und Individualität liefert. Der zweite Teil beginnt sehr spannend und man braucht nicht lange, um sich wieder in Emmas Schattenjägerwelt zurechtzufinden. Auch auf ein Wiedersehen mit Jace und Clary können sich Cassandra Clare-Fans freuen. Die Autorin zeigt wieder einmal, wie viele tolle und unerwartete Ideen ihr einfallen und schafft es diese gut und nachvollziehbar umzusetzen. Damit sorgt sie für unterhaltsame Lesestunden, in denen man die Welt um sich herum vergisst und wie bei all ihren anderen Büchern den Eindruck erhält, dass alles der Wirklichkeit entspricht.
Die Charaktere sind toll beschrieben und man erhält zu jedem ein gutes Bild. Während man in Teil Eins mit der großen Anzahl an Figuren noch leicht zu kämpfen hat, kennt man in Teil Zwei alle und kann sich dadurch ungestört auf die Geschichte einlassen. Die jüngeren Personen durchlaufen eine gute Entwicklung, die toll mitanzusehen ist. Auch Julian wirkt in Lord of Shadows stärker als im ersten Teil, während Emma keine wirkliche Entwicklung zeigt, was nicht schlimm ist, da sie auch so bereits stark und eigenständig ist. 
Bis zum Ende hin wird es spannender und auch wenn das Finale nicht das Atemberaubendste ist, möchte man nach diesem dennoch unbedingt wissen, wie es im dritten Teil weitergeht.
Das Einzige, das mich gestört hat, ist, dass einige Szenen etwas zu detailliert beschrieben werden und meiner Meinung nach manche Stellen auch gekürzt werden hätte können, damit die Geschichte temporeicher vorangeht. 
Abschließend kann ich also sagen, dass mir Lord of Shadows gut gefallen hat und eine Steigerung zu Lady Midnight bietet.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine gelungene, ideenreiche Fortsetzung, die sogar besser als der erste Teil ist.

Dienstag, 6. März 2018

Vermiss mein nicht, Cecelia Ahern

Vermiss mein nicht
Copyright: S. Fischer Verlage

Informationen


Titel: Vermiss mein nicht
Autor/in: Cecelia Ahern
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 448
Preis: 8,95 

Link: hier
Inhalt: Als Sandy Shortt zehn Jahre alt ist, verschwindet eine Mitschülerin und wird nicht mehr gefunden. Seitdem sucht sie leidenschaftlich nach verlorenen Dingen wie Schlüssel oder Socken und gründet später eine eigene Suchagentur, um nach vermissten Menschen zu suchen.
Doch als sie den Auftrag erhält nach Jacks Bruder zu suchen, verschwindet sie auf einmal selbst - an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur "Hier" nennen. Dort begegnet sie Menschen, die als vermisst gelten und auch jemanden, den sie fast vergessen hätte, nämlich sich selbst.
Währenddessen versucht Jack Sandy zu finden...

Rezension: Das Buch ist sehr besonders und hat mich inhaltlich überrascht. Obwohl Cecelia Ahern bereits in anderen Büchern Reales mit Fantastischen vermischte, erwartete ich nicht das Gleiche in Vermiss mein nicht. Zunächst erwartete ich ein ernstes Buch, jedoch entpuppte sich Vermiss mein nicht als eine leichte Geschichte, die zwar auch ernstzunehmende Elemente beinhaltet, aber dennoch Spaß beim Lesen macht. 
Sandy ist eine eigenständige Frau mit Stärken und Schwächen, die nachvollziehbar dargestellt werden. Man schließt sie schnell ins Herz, weil sie ihren Job mit so viel Leidenschaft ausführt. Genauso wie das ganze Unperfekte an ihr sie noch sympatischer macht. Die weiteren Figuren kann man sich auch gut vorstellen. Ich finde die Idee einen Teil aus Jacks Perspektive zu erzählen sehr gut und finde, dass Cecelia Ahern seinen Charakter und die Trauer wegen seines verschwundenen Bruders nachvollziehbar schildert.
Die Handlung hat mich zwar überrascht, aber auf positive Weise, da man erst einmal auf die Idee kommen muss, einen Ort zu erfinden, an dem alle verschwundenen Dinge und Menschen landen. Von diesem Ort und seinen Bewohnern zu lesen, hat mir sehr Spaß gemacht. Jedoch fand ich die Rückblenden zu Sandys Leben, die vieles für ihre Charakterzüge erklärbar machen, genauso interessant. Vor allem die Stellen über ihre erste große Liebe.
Außerdem zieht sich die Handlung nicht in die Länge, sondern geht zügig voran und bleibt durch spannende und überraschende Punkte lebendig.
Zum Schluss wird es noch einmal richtig spannend und wie fast jedes Buch der irischen Autorin, endet auch Vermiss mein nicht mit einer wichtigen Botschaft fürs Leben. Das Einzige, das ich mir noch gewünscht hätte, ist ein etwas klareres Ende mit weiteren Informationen, da leider ein paar Fragen offen bleiben. Trotzdem schafft es die Geschichte dem Leser das Herz zu erwärmen.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte, die besonders ist und aufgrund der Handlung und der wichtigen Botschaft lange im Kopf bleibt. 

Donnerstag, 1. März 2018

Clockwork Princess, Cassandra Clare

Copyright: Arena

Informationen


Titel: Clockwork Princess
Autor/in: Cassandra Clare
Verlag: Planet! / Thienemann-Esslinger
Seitenzahl: 616
Preis: 19,99 

Link: hier
Inhalt: Tessa steckt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und sollte eigentlich glücklich sein. Doch Mortmain trübt ihr Glück, da er eine riesige Armee zusammengestellt hat, um die Schattenjäger zu vernichten. Er braucht nur noch Tessa für seinen Plan, weshalb sie sich in großer Gefahr befindet. Jem und Will, die beide Gefühle für Tessa haben, tun alles, um sie zu beschützen, doch die Zeit läuft ihnen davon.

Rezension: Was für ein Abschluss! Clockwork Princess ist meiner Meinung nach der beste Teil der Trilogie und einfach überwältigend, da er so viel Unerwartetes und große Spannung enthält. 
Man findet sich sofort in der Geschichte wieder, selbst wenn man den zweiten Teil vor längerer Zeit gelesen hat. Dabei steckt man anfangs mitten in Jems und Tessas Hochzeitsvorbereitungen. Doch auch bei den Nebenfiguren tut sich in romantischer Hinsicht einiges und besonders gefreut habe ich mich über Sophies und Gideos Geschichte, die den Hauptpersonen fast schon die Show stehlen. Doch nicht nur die beiden gewinnen im dritten Teil mehr Raum, sondern auch die weiteren Nebenfiguren, mit denen man als Leser schnell mitfiebert. Anfangs zieht sich der Inhalt etwas und es gibt Stellen, die etwas zu detailliert beschrieben werden, doch sobald es in Bezug auf Mortmain ernster wird, kann man nicht mehr aufhören zu lesen, weil man einfach nur wissen möchte, wie es endet.
Gefühlsmäßig besitzt der Abschluss auch viel Stärke, da es Jem gesundheitlich immer schlechter geht und Tessa nichts gegen ihre Gefühle für Will tun kann. Doch das Ausgehen der Dreiecksgeschichte ist mehr als unerwartet und einfach perfekt gelöst, weshalb ich Cassandra Clare dafür viel Lob aussprechen muss. Im Allgemeinen merkt man, wie perfekt alles geplant und aufgelöst wird. Nicht nur in Bezug auf die Liebe, sondern auch in Bezug auf Mortmain und das komplette Ende.
Clockwork Princess ist also der perfekte Abschluss, der jeden Leser glücklich macht, da alle Fragen beantwortet werden. Da es sich für mich an manchen Stellen jedoch zu sehr zieht und ich die Lösung für die Dreiecksbeziehung etwas befremdlich finde, kann ich dem Buch trotzdem nur vier statt fünf Sterne geben.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein wirklich perfekter Abschluss, der keine Fragen offen lässt.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Requiem, Lauren Oliver

Requiem / Amor Trilogie Bd.3 - Oliver, Lauren
Copyright: Carlsen

Informationen


Titel: Requiem
Autor/in: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400
Preis: 8,99 

Link: hier
Inhalt: Der große Abschluss der Amor-Trilogie. Lena und Julian konnten entkommen, doch Alexs Rückkehr wirft ein Schatten auf das Glück der beiden. Lena spürt, dass ihr Herz eigentlich ihm gehört, doch er ist ihr gegenüber abweisend. 
Hana führt ein geordnetes Leben nach ihrem Eingriff. Jedoch beginnt auch sie an bestimmten Dingen zu zweifeln. Der Kampf um komplette Freiheit spitzt sich immer weiter zu, bis sich Lena auf einmal ihrer Vergangenheit stellen muss.

Rezension: Beim zweiten Lesen hat mir der dritte Teil sogar besser gefallen als beim ersten Lesen und insgesamt gesehen bietet Requiem einen wirklich guten Abschluss der Trilogie. Ich finde es gut, dass der dritte Teil direkt an den zweiten Teil anknüpft, der mit Alexs plötzlichem Auftauchen überrascht. Den Konflikt zwischen ihm, Lena und Julian finde ich gut dargestellt, auch wenn es anfangs schmerzt von Alexs so abweisenden Verhalten zu lesen. Jedoch ist er verletzt, was man als Leser akzeptieren muss. Lena macht die größte Entwicklung im zweiten Teil durch und diese hat sich im dritten Teil verfestigt. Das Beschreiben des Lebens in der Wildnis finde ich im dritten Teil sogar etwas besser dargestellt als im zweiten Teil, was aber auch daran liegt, dass es hier mehr Details zu diesem gibt und auch einige Überraschungen.
Die Kapitel aus Hanas Sicht haben mir am besten gefallen, weil man durch diese von den Auswirkungen der Aufstände in den Städten der Geheilten erfährt. Außerdem merkt man beim Lesen, dass sie eine starke Entwicklung durchmacht, was toll anzusehen ist. Da Lena in diesem Teil teilweise etwas verbittert wirkt, wirkt Hana durch ihre Entwicklung teilweise sogar sympatischer.
Die Geschichte zieht sich etwas, aber es kommt am Ende zu einem spannenden Abschluss, der den Leser nicht mehr loslässt. Den Schluss finde ich wirklich gut gelungen. Ich weiß, dass sich viele über das offene Ende ärgern, jedoch könnte ich mir kein besseres vorstellen. Lauren Oliver lässt durch diesen den Leser nämlich seine eigenen Vorstellungen haben und die Hauptbotschaft kommt durch den fulminanten Abschluss beim Leser an.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Trilogie..

Sonntag, 25. Februar 2018

Der letzte erste Blick, Bianca Iosivoni

Der letzte erste Blick - Bianca Iosivoni
Copyright: Lyx

Informationen


Titel: Der letzte erste Blick
Autor/in: Bianca Iosivoni
Verlag: Lyx
Seitenzahl: 436
Preis: 10,00 

Link: hier
Inhalt: Emery wünscht sich nichts anderes als einen Neuanfang, als sie ihr Studium in einem neuen Bundesstaat beginnt. An einem Ort, an dem keiner etwas von ihrer Vergangenheit weiß und sie ohne verurteilende Blicke und viel Getuschel ihren neuen Lebensabschnitt beginnen kann. Dafür nimmt sie es auch in Kauf mit dem nervigen Mason ein Zimmer teilen zu müssen. Doch sein Freund Dylan bringt Emerys Herz mächtig zum Rasen. Dabei gehört er zu der Sorte von Mann, vor der sich Emery fernhalten möchte, denn er ist zu nett und zu lustig und damit die größte Gefahr für ihr zerbrechliches Herz.

Rezension: Der letzte erste Blick hat mich positiv überrascht. Ich erwartete einen gewöhnlichen New Adult-Roman, doch stattdessen entpuppte sich Bianca Iosivonis Buch als etwas Besonderes, das nicht mit anderen Werken des Genres vergleichbar ist.
Vor allem Emerys Charakter ist der Grund dafür, da sie sehr selbstbewusst, stark, frech und erst recht nicht auf den Mund gefallen ist. Meiner Meinung nach sollte es viel mehr weibliche Hauptpersonen wie sie geben. Dylan punktet jedoch genauso sehr mit seinem Charakter, da er kein Bad Boy ist und stattdessen sehr real wirkt. Dafür aber auch auf ehrliche Weise lieb und damit hat er sich sofort in mein Herz geschlichen. 
Die weiteren Charaktere beschreibt die Autorin ebenfalls sehr gut und lebensnah, sodass man sich in der Geschichte einfach wohlfühlt. 
Die Chemie zwischen Emery und Dylan stimmt sofort, jedoch lässt Bianca Iosivoni ihnen dennoch Zeit für die Entwicklung ihrer Gefühle, sodass es hier nicht den Liebe auf den ersten Blick-Moment gibt, den man aus anderen Büchern des Genres kennt. Besonders gelungen finde ich die Idee mit den lustigen Streichen, die sich die beiden gegenseitig spielen. Das macht die Geschichte besonders und bringt den Leser oft zum lachen.
Bis zum Ende bleibt es spannend, da man nicht wirklich weiß, ob Emery und Dylan wirklich zusammen kommen werden. Vor allem nachdem Emery Dylans Geheimnis herausfindet.
Ein weiterer Punkt, der die Geschichte für mich so besonders macht, ist aber auch das realistische Beschreiben des Studentenlebens von Emery und ihren neuen Freunden. Vor allem finde ich es gut wie beschrieben wird, dass Dylan viel arbeiten muss, um sich sein Studium finanzieren zu können. Genauso wie auch Emery ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie hat (ebenfalls nicht ganz so typisch für das Genre) und auch die Thematik des Vermissens dieser und ihrer Heimatstadt in dem Buch Platz findet.
Somit bietet Der letzte erste Blick viel mehr als nur eine Liebesgeschichte, sondern auch starke Charaktere, gute Freundschaften und lustige wie auch gefühlvolle Momente.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein New Adult-Roman, der mich positiv überrascht hat und nicht nur durch gute Ideen überzeugt, sondern vor allem durch die starken Charaktere.