Dienstag, 6. März 2018

Vermiss mein nicht, Cecelia Ahern

Vermiss mein nicht
Copyright: S. Fischer Verlage

Informationen


Titel: Vermiss mein nicht
Autor/in: Cecelia Ahern
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 448
Preis: 8,95 

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Inhalt: Als Sandy Shortt zehn Jahre alt ist, verschwindet eine Mitschülerin und wird nicht mehr gefunden. Seitdem sucht sie leidenschaftlich nach verlorenen Dingen wie Schlüssel oder Socken und gründet später eine eigene Suchagentur, um nach vermissten Menschen zu suchen.
Doch als sie den Auftrag erhält nach Jacks Bruder zu suchen, verschwindet sie auf einmal selbst - an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur "Hier" nennen. Dort begegnet sie Menschen, die als vermisst gelten und auch jemanden, den sie fast vergessen hätte, nämlich sich selbst.
Währenddessen versucht Jack Sandy zu finden...

Rezension: Das Buch ist sehr besonders und hat mich inhaltlich überrascht. Obwohl Cecelia Ahern bereits in anderen Büchern Reales mit Fantastischen vermischte, erwartete ich nicht das Gleiche in Vermiss mein nicht. Zunächst erwartete ich ein ernstes Buch, jedoch entpuppte sich Vermiss mein nicht als eine leichte Geschichte, die zwar auch ernstzunehmende Elemente beinhaltet, aber dennoch Spaß beim Lesen macht. 
Sandy ist eine eigenständige Frau mit Stärken und Schwächen, die nachvollziehbar dargestellt werden. Man schließt sie schnell ins Herz, weil sie ihren Job mit so viel Leidenschaft ausführt. Genauso wie das ganze Unperfekte an ihr sie noch sympatischer macht. Die weiteren Figuren kann man sich auch gut vorstellen. Ich finde die Idee einen Teil aus Jacks Perspektive zu erzählen sehr gut und finde, dass Cecelia Ahern seinen Charakter und die Trauer wegen seines verschwundenen Bruders nachvollziehbar schildert.
Die Handlung hat mich zwar überrascht, aber auf positive Weise, da man erst einmal auf die Idee kommen muss, einen Ort zu erfinden, an dem alle verschwundenen Dinge und Menschen landen. Von diesem Ort und seinen Bewohnern zu lesen, hat mir sehr Spaß gemacht. Jedoch fand ich die Rückblenden zu Sandys Leben, die vieles für ihre Charakterzüge erklärbar machen, genauso interessant. Vor allem die Stellen über ihre erste große Liebe.
Außerdem zieht sich die Handlung nicht in die Länge, sondern geht zügig voran und bleibt durch spannende und überraschende Punkte lebendig.
Zum Schluss wird es noch einmal richtig spannend und wie fast jedes Buch der irischen Autorin, endet auch Vermiss mein nicht mit einer wichtigen Botschaft fürs Leben. Das Einzige, das ich mir noch gewünscht hätte, ist ein etwas klareres Ende mit weiteren Informationen, da leider ein paar Fragen offen bleiben. Trotzdem schafft es die Geschichte dem Leser das Herz zu erwärmen.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte, die besonders ist und aufgrund der Handlung und der wichtigen Botschaft lange im Kopf bleibt. 

Donnerstag, 1. März 2018

Clockwork Princess, Cassandra Clare

Copyright: Arena

Informationen


Titel: Clockwork Princess
Autor/in: Cassandra Clare
Verlag: Planet! / Thienemann-Esslinger
Seitenzahl: 616
Preis: 19,99 

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Inhalt: Tessa steckt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und sollte eigentlich glücklich sein. Doch Mortmain trübt ihr Glück, da er eine riesige Armee zusammengestellt hat, um die Schattenjäger zu vernichten. Er braucht nur noch Tessa für seinen Plan, weshalb sie sich in großer Gefahr befindet. Jem und Will, die beide Gefühle für Tessa haben, tun alles, um sie zu beschützen, doch die Zeit läuft ihnen davon.

Rezension: Was für ein Abschluss! Clockwork Princess ist meiner Meinung nach der beste Teil der Trilogie und einfach überwältigend, da er so viel Unerwartetes und große Spannung enthält. 
Man findet sich sofort in der Geschichte wieder, selbst wenn man den zweiten Teil vor längerer Zeit gelesen hat. Dabei steckt man anfangs mitten in Jems und Tessas Hochzeitsvorbereitungen. Doch auch bei den Nebenfiguren tut sich in romantischer Hinsicht einiges und besonders gefreut habe ich mich über Sophies und Gideos Geschichte, die den Hauptpersonen fast schon die Show stehlen. Doch nicht nur die beiden gewinnen im dritten Teil mehr Raum, sondern auch die weiteren Nebenfiguren, mit denen man als Leser schnell mitfiebert. Anfangs zieht sich der Inhalt etwas und es gibt Stellen, die etwas zu detailliert beschrieben werden, doch sobald es in Bezug auf Mortmain ernster wird, kann man nicht mehr aufhören zu lesen, weil man einfach nur wissen möchte, wie es endet.
Gefühlsmäßig besitzt der Abschluss auch viel Stärke, da es Jem gesundheitlich immer schlechter geht und Tessa nichts gegen ihre Gefühle für Will tun kann. Doch das Ausgehen der Dreiecksgeschichte ist mehr als unerwartet und einfach perfekt gelöst, weshalb ich Cassandra Clare dafür viel Lob aussprechen muss. Im Allgemeinen merkt man, wie perfekt alles geplant und aufgelöst wird. Nicht nur in Bezug auf die Liebe, sondern auch in Bezug auf Mortmain und das komplette Ende.
Clockwork Princess ist also der perfekte Abschluss, der jeden Leser glücklich macht, da alle Fragen beantwortet werden. Da es sich für mich an manchen Stellen jedoch zu sehr zieht und ich die Lösung für die Dreiecksbeziehung etwas befremdlich finde, kann ich dem Buch trotzdem nur vier statt fünf Sterne geben.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein wirklich perfekter Abschluss, der keine Fragen offen lässt.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Requiem, Lauren Oliver

Requiem / Amor Trilogie Bd.3 - Oliver, Lauren
Copyright: Carlsen

Informationen


Titel: Requiem
Autor/in: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400
Preis: 8,99 

Link: hier
Inhalt: Der große Abschluss der Amor-Trilogie. Lena und Julian konnten entkommen, doch Alexs Rückkehr wirft ein Schatten auf das Glück der beiden. Lena spürt, dass ihr Herz eigentlich ihm gehört, doch er ist ihr gegenüber abweisend. 
Hana führt ein geordnetes Leben nach ihrem Eingriff. Jedoch beginnt auch sie an bestimmten Dingen zu zweifeln. Der Kampf um komplette Freiheit spitzt sich immer weiter zu, bis sich Lena auf einmal ihrer Vergangenheit stellen muss.

Rezension: Beim zweiten Lesen hat mir der dritte Teil sogar besser gefallen als beim ersten Lesen und insgesamt gesehen bietet Requiem einen wirklich guten Abschluss der Trilogie. Ich finde es gut, dass der dritte Teil direkt an den zweiten Teil anknüpft, der mit Alexs plötzlichem Auftauchen überrascht. Den Konflikt zwischen ihm, Lena und Julian finde ich gut dargestellt, auch wenn es anfangs schmerzt von Alexs so abweisenden Verhalten zu lesen. Jedoch ist er verletzt, was man als Leser akzeptieren muss. Lena macht die größte Entwicklung im zweiten Teil durch und diese hat sich im dritten Teil verfestigt. Das Beschreiben des Lebens in der Wildnis finde ich im dritten Teil sogar etwas besser dargestellt als im zweiten Teil, was aber auch daran liegt, dass es hier mehr Details zu diesem gibt und auch einige Überraschungen.
Die Kapitel aus Hanas Sicht haben mir am besten gefallen, weil man durch diese von den Auswirkungen der Aufstände in den Städten der Geheilten erfährt. Außerdem merkt man beim Lesen, dass sie eine starke Entwicklung durchmacht, was toll anzusehen ist. Da Lena in diesem Teil teilweise etwas verbittert wirkt, wirkt Hana durch ihre Entwicklung teilweise sogar sympatischer.
Die Geschichte zieht sich etwas, aber es kommt am Ende zu einem spannenden Abschluss, der den Leser nicht mehr loslässt. Den Schluss finde ich wirklich gut gelungen. Ich weiß, dass sich viele über das offene Ende ärgern, jedoch könnte ich mir kein besseres vorstellen. Lauren Oliver lässt durch diesen den Leser nämlich seine eigenen Vorstellungen haben und die Hauptbotschaft kommt durch den fulminanten Abschluss beim Leser an.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Trilogie..

Sonntag, 25. Februar 2018

Der letzte erste Blick, Bianca Iosivoni

Der letzte erste Blick - Bianca Iosivoni
Copyright: Lyx

Informationen


Titel: Der letzte erste Blick
Autor/in: Bianca Iosivoni
Verlag: Lyx
Seitenzahl: 436
Preis: 10,00 

Link: hier
Inhalt: Emery wünscht sich nichts anderes als einen Neuanfang, als sie ihr Studium in einem neuen Bundesstaat beginnt. An einem Ort, an dem keiner etwas von ihrer Vergangenheit weiß und sie ohne verurteilende Blicke und viel Getuschel ihren neuen Lebensabschnitt beginnen kann. Dafür nimmt sie es auch in Kauf mit dem nervigen Mason ein Zimmer teilen zu müssen. Doch sein Freund Dylan bringt Emerys Herz mächtig zum Rasen. Dabei gehört er zu der Sorte von Mann, vor der sich Emery fernhalten möchte, denn er ist zu nett und zu lustig und damit die größte Gefahr für ihr zerbrechliches Herz.

Rezension: Der letzte erste Blick hat mich positiv überrascht. Ich erwartete einen gewöhnlichen New Adult-Roman, doch stattdessen entpuppte sich Bianca Iosivonis Buch als etwas Besonderes, das nicht mit anderen Werken des Genres vergleichbar ist.
Vor allem Emerys Charakter ist der Grund dafür, da sie sehr selbstbewusst, stark, frech und erst recht nicht auf den Mund gefallen ist. Meiner Meinung nach sollte es viel mehr weibliche Hauptpersonen wie sie geben. Dylan punktet jedoch genauso sehr mit seinem Charakter, da er kein Bad Boy ist und stattdessen sehr real wirkt. Dafür aber auch auf ehrliche Weise lieb und damit hat er sich sofort in mein Herz geschlichen. 
Die weiteren Charaktere beschreibt die Autorin ebenfalls sehr gut und lebensnah, sodass man sich in der Geschichte einfach wohlfühlt. 
Die Chemie zwischen Emery und Dylan stimmt sofort, jedoch lässt Bianca Iosivoni ihnen dennoch Zeit für die Entwicklung ihrer Gefühle, sodass es hier nicht den Liebe auf den ersten Blick-Moment gibt, den man aus anderen Büchern des Genres kennt. Besonders gelungen finde ich die Idee mit den lustigen Streichen, die sich die beiden gegenseitig spielen. Das macht die Geschichte besonders und bringt den Leser oft zum lachen.
Bis zum Ende bleibt es spannend, da man nicht wirklich weiß, ob Emery und Dylan wirklich zusammen kommen werden. Vor allem nachdem Emery Dylans Geheimnis herausfindet.
Ein weiterer Punkt, der die Geschichte für mich so besonders macht, ist aber auch das realistische Beschreiben des Studentenlebens von Emery und ihren neuen Freunden. Vor allem finde ich es gut wie beschrieben wird, dass Dylan viel arbeiten muss, um sich sein Studium finanzieren zu können. Genauso wie auch Emery ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie hat (ebenfalls nicht ganz so typisch für das Genre) und auch die Thematik des Vermissens dieser und ihrer Heimatstadt in dem Buch Platz findet.
Somit bietet Der letzte erste Blick viel mehr als nur eine Liebesgeschichte, sondern auch starke Charaktere, gute Freundschaften und lustige wie auch gefühlvolle Momente.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein New Adult-Roman, der mich positiv überrascht hat und nicht nur durch gute Ideen überzeugt, sondern vor allem durch die starken Charaktere.

Samstag, 24. Februar 2018

Und ein ganzes Jahr, Gayle Forman

Und ein ganzes Jahr
Copyright: S. Fischer Verlage

Informationen


Titel: Und ein ganzes Jahr
Autor/in: Gayle Forman
Verlag: FISCHER FJB
Seitenzahl: 368
Preis: 14,99 

Link: hier
Inhalt: Die Fortsetzung zu Nur ein TagIm ersten Teil erfährt man, wie es Allyson nach dem Kennenlernen von Willem geht. Im zweiten Teil erfährt der Leser, wer Willem wirklich ist und wie es ihm nach der überrumpelten Trennung von Allyson geht.

Rezension: Ich muss zugeben, dass ich zuerst enttäuscht gewesen bin, als ich gesehen habe, dass der zweite Teil lediglich Willems Geschichte nach dem Tag in Paris erzählt und nicht wie es nach dem Ende des ersten Teils weitergeht. Dafür gibt es aber ein kostenloses Bonuskapitel, das online verfügbar ist, weshalb sich meine erste Enttäuschung auch schnell legen konnte.
Insgesamt hat mir der zweite Teil beim Lesen dann sogar besser als Nur ein Tag gefallen. Das liegt zum großen Teil an Willem, da er mir sympatischer als Allyson ist und sich das natürlich auf seine Geschichte auswirkt. Vor allem finde ich es toll zu sehen, dass im zweiten Teil der Aspekt des Reisen noch stärker in den Vordergrund rückt als im ersten Teil, da Willem weltweit unterwegs ist. 
Allerdings ist im zweiten Teil weniger Spannung zu finden, da man natürlich weiß wie er endet - nämlich genauso wie Teil 1. Dafür punktet die Geschichte aber mit einem guten Schreibstil und dem tollen Beschreiben der verschiedenen Kulturen und Länder, die Willem entdeckt.
Ich muss zwar immer noch zugeben, dass ich die Idee der unendlichen Liebe, die innerhalb eines einzigen Tages entsteht für unrealistisch halte, jedoch ist die Umsetzung der Idee im zweiten Teil gut gelungen und sorgt für einige unterhaltsame Stunden.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★   ☆ 
Gefühle: ★ ★  ☆ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Ein guter zweiter Teil, der mir sogar besser als der erste Teil gefällt, da Willem mit seinem Charakter den Leser überzeugen kann.

Mittwoch, 21. Februar 2018

Pandemonium, Lauren Oliver

Copyright: Carlsen

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Titel: Pademonium
Autor/in: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 416
Preis: 8,99 

Link: hier
Inhalt: Die alte Lena, die fest an das Heilmittel gegen die Liebe geglaubt hat, gibt es nicht mehr. Sie hat dieses Ich hinter dem Zaun gelassen, nachdem sie in die Wildnis geflohen ist. Sie schließt sich dort der Widerstandsbewegung an und versucht mit ihrer Trauer um Alex zurechtzukommen. Jedoch gibt es einen Teil in ihr, der noch immer daran glaubt, dass er am Leben sein könnte. Und dann führt ein neuer Auftrag Lena zurück in die Stadt.

Rezension: Der zweite Teil wird etwas anders erzählt als der erste Teil. Es gibt immer abwechselnd Kapitel aus der jetzigen Zeit, die Lenas Leben in der Stadt beschreiben und der vergangenen Zeit, die sich mit Lenas Zeit kurz nach ihrer Flucht beschäftigen. Das finde ich sehr spannend, da sich dadurch die Geschichte schnell weiterentwickelt ohne an einer Stelle festzusetzen. In Bezug auf die jetzige Zeit erwartet den Leser eine Überraschung, da man nicht das typische Kriegerische darin findet, das man sonst aus Fortsetzungen von Dystopien kennt. Als Leser empfindet man dadurch alles als noch spannender und ist genauso wie beim ersten Teil an das Buch gefesselt und möchte nur wissen, wie es weitergeht. Vor allem die Gefühle stehen hier nach wie vor im Fokus.
Diese werden genauso gut wie im ersten Teil beschrieben und ich finde es toll, dass wir Lena hier von einer neuen stärkeren Seite kennenlernen. Sie ist eine Entwicklung durchlaufen und hat sich durch Alex nicht brechen lassen. Das ist toll mitanzusehen und zudem mehr als nachvollziehbar.
Mit Julian gibt es eine neue wichtige Person in der Trilogie und man kann nicht anders als ihn mit der Zeit ins Herz zu schließen. Zwar ist von Anfang an klar, dass er sich in Lena verlieben wird, aber die Entwicklung dieser Gefühle finde ich plausibel dargestellt und es gibt einige süße Momente. Zudem ist Julian als Charakter einfach interessant, weil er so viel durchgemacht hat. Natürlich ist aber auch nicht zu leugnen, dass er ganz anders als Alex ist und als Leser weiß man selbst nicht; wen man eigentlich mehr mag.
Genauso wie der erste Teil endet auch der Zweite mit einer Art Cliffhanger, sodass man sofort den dritten und letzten Teil der Reihe lesen möchte.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   


Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die den Leser mehr als überrascht und mit einer starken Hauptperson punktet.

Dienstag, 20. Februar 2018

Delirium, Lauren Oliver

Copyright: Carlsen

Informationen


Titel: Delirium
Autor/in: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 416
Preis: 8,99 

Link: hier
Inhalt: Lena lebt in einer Welt, in der die Liebe als Krankheit gilt. Mit achtzehn Jahren wird man durch einen Eingriff dagegen geheilt, um danach ein ruhiges Leben ohne das Gefühl der Liebe zu führen. Lena hat bisher nie an dem System gezweifelt, doch dann lernt sie Alex kennen und auf einmal versteht sie nicht mehr, weshalb die Liebe als so gefährlich gilt. Doch den beiden läuft die Zeit davon, denn Lenas Eingriff kommt immer näher.

Rezension: Delirium habe ich vor fünf Jahren zum ersten Mal gelesen und seitdem ist die Geschichte ein Teil von mir und hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Das liegt daran, dass ich die Idee einfach nur genial und faszinierend finde. Während dem Lesen des Buchs stellt man sich nämlich tatsächlich die Frage, ob man die Liebe vielleicht nicht wirklich als Krankheit sehen kann.
Lauren Olivers Schreibstil ist angenehm zu lesen und sie schafft es Lenas Innenleben gut darzustellen, sodass man sich schnell ein Bild von ihr machen kann. Ich finde es vor allem gut, dass Lena als so normal und durchschnittlich beschrieben wird, da sich dadurch jeder in sie hineinversetzen kann. Hätte man stattdessen ihre beste Freundin Hana als Hauptperson genommen, wäre es aufgrund ihres großen Selbstbewusstseins sicher anders gewesen. Das erlaubt Lauren Oliver auch, Lena eine starke Entwicklung durchlaufen zu lassen. 
Man findet sich sofort in der Geschichte zurecht und sie wird bis zum Schluss ohne viel Hektik erzählt. Stattdessen erhält der Leser Zeit Lenas Leben mitzuverfolgen, genauso wie die Veränderung ihrer Einstellung zur Liebe. Das ist wichtig, da ein so sensibles Thema, das in dem Roman auch philosophisch aufgearbeitet wird, viel Raum braucht, um richtig aufgearbeitet zu werden.
Trotzdem bleibt das Buch spannend, da es immer wieder zu rasanten Momenten kommt und man gleichzeitig wissen möchte, was am Ende passiert und ob Alex und Lena noch eine Chance erhalten.
Das Finale ist packend und schockierend. Beim ersten Lesen lösten die letzten Sätze Tränen in meinen Augen aus, aber mehr möchte ich dazu nicht verraten, da man es einfach selbst gelesen haben muss. Auf jeden Fall möchte man danach sofort den zweiten Teil lesen.

Abschließende Bewertung:
Idee:  ★ ★ ★ ★ 
Spannung:  ★  ★  
Gefühle: ★ ★  ★ 
Charaktere: ★ ★   
Insgesamt: ★ ★   

Fazit: Eine faszinierende und spannende Geschichte, die dauf einer tollen Idee basiert.