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Dienstag, 31. März 2026

Prinzessin der tausend Diebe - Chosen, Thea Hong

Copyright: Lübbe

 Informationen:
Titel: Prinzessin der tausend Liebe - Chosen
Autor/in: Thea Hong
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 448
Preis: 18,00 € 
Link: hier

 Inhalt

Ganz Korea wird von finsteren Kreaturen heimgesucht. Jia ist außer sich vor Wut. In den Archiven des Hong-Clans findet sie eine Lösung, um Soras Schicksal rückgängig zu machen. Die Monster scheinen aus einem lebendig gewordenen Kunstwerk des Malers Sin Yun-Bok zu kommen. Jia reist ins 18. Jahrhundert, um das Gemälde zu zerstören. Doch sie muss feststellen, dass sie zu früh in die Vergangenheit gereist ist.

Meine Meinung

Da mir der erste Band der Dulogie gut gefallen hat, bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung gewesen - vor allem nach dem miesen Cliffhangers des ersten Bands. Jia lernt man bereits im ersten Teil kennen, wo sie eine beeindruckende Entwicklung durchläuft. Da sie dort schon sehr facettenreich ist, hat es mich gefreut, den zweiten Band aus ihrer Sicht zu verfolgen. Jia ist wortwörtlich eine Kämpferin, die voller Selbstbewusstsein steckt. Ihre Stärke und ihren Optimismus habe ich sehr bewundert. Besonders schön zu sehen ist, dass hinter dieser harten Schalte auch ein weicher Kern steckt.

Deutlich wird das vor allem durch die anbahnende Liebesgeschichte. Diese habe ich sehr gerne verfolgt und ihr wird durch das historische Setting etwas Besonderes verleiht. Auch steckt sie voller süßer Szenen, die Jia etwas Sanftheit schenken. Berührend ist es auch zu sehen, wie Jia es schafft nach so vielen Jahren Abschottung, Freundschaften aufzubauen.

Im Fokus stehen hier aber eindeutig die Fantasy-Aspekte. Thea Hong gelingt es eine einzigartige Welt zu beschreiben, die so gut durchdacht wurde, dass man komplett in die Geschichte tauchen kann. Bezüglich der geschichtlichen Aspekte wird auf Details geachtet und sticht heraus, dass es sich um ein Own-Voice-Buch handelt. Das Buch hat dieselben Vibes wie ein historisches K-Drama, was ich geliebt habe und man findet sogar direkte Bezüge zu bestehenden koreanischen Serien. Insbesondere die Parallelen zu Moon Lovers habe ich geliebt und wer das K-Drama kennt, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

Die Action-Szenen stechen heraus und sie werden wirklich gut geschildert. Prinzessin der tausend Diebe - Chosen punktet auch durch das schnelle Tempo der Handlung, da Jias Reise kaum Ruhemomente hat und ständig in neue Situationen gerät, die zum Weiterlesen bewegen. Die emotionalen Szenen sorgen zudem für Tiefe, sodass es ein rundum gelungenes Fantasy-Buch ist, bei dem nichts zu kurz kommt.

Fazit

Eine gelungene Fortsetzung, in der Fans historischer K-Dramen auf ihre Kosten kommen.

Mittwoch, 12. November 2025

Prinzessin der tausend Diebe - Betrayed - Thea Hong

Copyright: Lübbe

 Informationen:
Titel: Prinzessin der tausend Liebe - Betrayed
Autor/in: Thea Hong
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 432
Preis: 18,00 € 
Link: hier

 Inhalt

Soras Familie verfügt seit Jahrhunderten über magische Kräfte, durch die sie an Macht und Reichtum kam. Als älteste Tochter ist Sora für ihre Familie jedoch eine Enttäuschung, weil sie scheinbar magielos ist. Deshalb lebt sie fernab von der Metropole Busan auf der Insel Jeju, wo sie ein kleines Café führt. Bis sie plötzlich eine Einladung bekommt, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Meine Meinung

An Prinzessin der tausend Diebe gibt es eine Reihe an Aspekten, die ich geliebt habe. Die spannende Idee hat mich sofort in den Bann gezogen und Soras Familie sorgt zu Beginn für einige Fragezeichen, auf die man unbedingt Antworten möchte. Entsprechend hoch ist der Suchtfaktor des Buchs. Erzählt wird die Geschichte in einem raschen Tempo, wodurch es nie langweilig wird und durchgehend spannend bleibt. Man wird wortwörtlich in die magische Welt gezogen und Teil von ihr. An Action fehlt es der Geschichte nicht, was für viel Dynamik sorgt. Davon darf man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn emotionale Momente sind auch in Fülle vorhanden und es passieren einige Dinge, die mich sehr mitgenommen haben.

Busan als Schauplatz habe ich geliebt und finde es super, dass sich die Autorin dafür entschieden hat, die Geschichte fernab von Seoul zu erzählen - eine Stadt, die bei Büchern mit Südkorea als Schauplatz sonst mehr im Fokus steht. Ich habe zu Busan eine persönliche Beziehung und Prinzessin der tausend Diebe hat sich für mich wie Nachhausekommen angefühlt. Über das Buch zurück in die Stadt zu kehren, die für einige Zeit mein Zuhause war, ist einfach schön gewesen.

Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und haben schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden. Sora ist eine starke selbstbewusste junge Frau, die aber auch einen weichen Kern hat. In ihr herrscht viel Wut und es war bewegend, ihre Entwicklung zu verfolgen und zu sehen, wie sie nicht nur ihr Herz mehr Menschen öffnet, sondern auch zu sich findet und an noch mehr Stärke gewinnt. Ran mochte ich sehr mit seiner frecheren Art und habe es schön gefunden zu sehen, wie man mit der Zeit immer mehr erfährt, wie viel dahintersteckt. 

Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Sora steht zwar nicht im Fokus, aber nimmt einen dennoch sehr mit und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Auch die anderen Charaktere wecken Interesse und vor allem Jia habe ich spannend gefunden, weil sie sehr vielschichtig wirkt.

Die Prinzessin der tausend Diebe wirkt insgesamt betrachtet wie ein mitreißendes ideenreiches Fantasy-K-Drama. Der Autorin ist es wirklich gut gelungen, die Atmosphäre solcher auf 400 Seiten einzufangen. Bis zum Schluss wird es immer spannender und nach dem Cliffhanger möchte ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen.

Fazit


Starke Charaktere, ein besonderer Schauplatz und eine actionreiche Idee - Thea Hong hat eine Welt erschaffen, die genauso mitreißend und emotional wie ein Fantasy-K-Drama ist.

Sonntag, 9. Februar 2025

Seoulicious - Fake Me, Real You, Thea Hong

Copyright: NovelArc Verlag

 Informationen:
Titel: Seoulicious
Autor/in: Thea Hong
Verlag: NovelArc
Preis: 16,50 € 
Link: hier

 Inhalt

Suki und Yoona sind Zwillingsschwestern, aber grundverschieden. Während sich Yoona eine Karriere als Influencerin aufbaut, kämpft Suki mit Identitätsproblemen in Deutschland. Erst eine Reise zu ihren Großeltern nach Südkorea bringt ihr Erlösung. Endlich fällt sie nicht mehr auf und kann sie selbst sein. Doch dann kommt Yoona mit einer verzweifelten Bitte auf sie zu. Suki soll ihren Platz als Social-Media-Star einnehmen, damit ihr Lügengebilde um einen Song nicht auffliegt. Doch will Suki ihre neu gefundene Identität wirklich für Yoona aufgeben? Und was ist mit Jin, der mit ihr zusammen in eine Kochshow eingeladen wird? Verliebt er sich wirklich in sie oder das Bild ihrer Zwillingsschwester?

Meine Meinung

Seoulicious sticht in der Reihe von New-Adult-Geschichten mit Südkorea-Bezug heraus. Beim Lesen merkt man schon auf der ersten Seite, dass es ein Own-Voice-Roman ist und die Vielschichtigkeit des Buchs ist bemerkenswert. Im Gegensatz zu Yoona belastet Suki das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen in Deutschland und sie zerbricht unter den Vorurteilen, die ihr täglich begegnen. Thea Hong erzählt ohne Filter von den Erfahrungen, die Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland machen und in vielen Punkten konnte ich mich wiederfinden, auch wenn ich andere Wurzeln als Suki habe. Das Lesen entsprechender Stellen hat mich wütend und traurig zugleich gemacht sowie Dinge hochkommen lassen. Doch genau diese Nahbarkeit macht das Buch so emotional und zeigt wie gut es der Autorin gelingt, entsprechende Probleme aufzuzeigen und Rassismus zu beleuchten. Besonders interessant habe ich den Kontrast zu Yoona gefunden, die den Hype um Südkorea für den Aufbau ihrer Social-Media-Kanäle nutzt und weniger verloren als ihre Schwester wirkt. Es zeigt, wie unterschiedlich Lebenswege von Menschen verlaufen können, die in anderen Ländern Wurzeln haben. 

Sukis Suche nach sich selbst verläuft in der Heimat ihrer Eltern nicht so leicht wie sie erwartet, denn auch dort wird sie mit Vorurteilen konfrontiert und als teils nicht zugehörig wahrgenommen. Dieses Problem vom Nirgendwo-Richtig-Hingehören wird bewegend geschildert und wirft auf Südkorea einen realistischen statt traumhaften Filter.

Das klingt nach viel Schwere und ja, Seoulicious hat in Bezug auf diese Themen weh getan, weil Sukis Schmerz mit viel Einfühlvermögen beschrieben wird, aber die Liebesgeschichte bringt dafür umso mehr Licht in Sukis Leben. Die Romanze zwischen Jin und Suki ist unglaublich süß und schreit einfach nur K-Drama. Es ist, als ob die Autorin ein K-Drama mit sechzehn Episoden wortwörtlich in knapp 400 Seiten gepackt hat und das ohne Emotionen, Romantik und Tiefe zu verlieren. Jin hat schnell mein Herz gewonnen und wirkt echt, statt nur perfekt. Seine Geduld für Suki ist bewundernswert und sofort wird klar, was für ein passendes Match die beiden abgeben. Da sich die Gefühle zwischen ihnen langsam aufbauen und es einige herzerwärmende Annäherungsszenen gibt, bleibt einem als Lesender nicht anderes übrig, als mit ihnen mitzufiebern. Die Chemie, die Dialoge, die Gefühle - einfach alles stimmt. Es war schön zu sehen, wie Suki durch ihn auftaut.

Südkorea wird bildhaft beschrieben und beim Lesen merkt man, dass die Autorin einen engen Bezug zur Kultur des Landes hat. Beim Lesen kamen bei mir sofort Bilder von meiner eigenen Zeit in dem Land hoch, was mich nostalgisch werden lassen hat. Ich mochte auch, dass die Autorin auf die Schattenseiten des Hypes um Südkorea eingeht und deutlich macht, wie falsch es ist, eine gesamte Kultur als Trend zu betrachten.

Alles in allem bietet Seoulicious somit eine facettenreiche Geschichte, in der es nicht nur um das Finden von Liebe geht, sondern auch dem von sich selbst als Mensch mit Migrationshintergrund. Thea Hong ist es gelungen, eine gute Mischung aus Schwere und Leichtigkeit zu schaffen. Stellenweise merkt man am Schreibstil zwar, dass es sich um ein Debüt handelt, aber dieses ist als Gesamtpaket wirklich gut gelungen und spielt bei den Unterhaltungsromanen mit Südkorea-Bezug in der oberen Liga.

Fazit

Eine Liebesgeschichte, die K-Drama schreit und eine Protagonistin, die inmitten zweier Kulturen zu sich selbst findet sowie lernt mit ihrer Wut auf Ungerechtigkeiten umzugehen - Seoulicios sticht durch seine emotionale Vielschichtigkeit heraus und lässt einen nicht mehr los.