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| Copyright: Penguin / Randomhouse Informationen: Titel: Hunters - Forgetting You Autor/in: Bianca Iosivoni Verlag: Penguin / Randomhouse Seitenzahl: 384 Preis: 16,00 € Link: hier |
Dienstag, 28. Juli 2026
Hunters - Forgetting You, Bianca Iosivoni
Sonntag, 26. Juli 2026
Halbwach, Sophia Como
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| Copyright: HarperCollins Informationen: Titel: Halbwach Autor/in: Sophia Como Verlag: Halbwach Seitenzahl: 400 Preis: 17,00 € Link: hier |
Inhalt
Zoe ist Autorin und liebt romantische Geschichten - solange sie nicht selbst in diesen steckt. Im echten Leben bedeutet Liebe für sie nämlich Enge und Stress. Deshalb bleibt sie unabhängig, konzentriert sich auf ihre Karriere und flüchtet sich in Frankfurts Nachtleben. Für sie ist klar, dass sie keine Beziehung braucht. Als sie jedoch Mael kennenlernt, beginnt sie zum ersten Mal ihre Ansichten zu hinterfragen.
Meine Meinung
Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, weil Zoes Lebensweise weiter weg von meiner ist und man sie anfangs vor allem durch ihre Partynächte kennenlernt und ihre Freundschaften oberflächlich beschrieben werden. Sobald ich mich jedoch in ihrer Welt eingefunden habe, gab es kein Zurück mehr. Erzählt wird so locker, dass sich das Buch leicht lesen lässt. Aufgrund der teils schweren Themen, die angesprochen werden, habe ich es dennoch langsamer gelesen, weil ich die Inhalte auf mich wirken lassen musste. Auch trägt es es eine eher melancholische Atmosphäre in sich, die zur Geschichte passt. In dem Buch steht das Thema Bindungsangst im Mittelpunkt und das wird sehr ausführlich dargestellt. Man kann Zoe wortwörtlich bei dem Prozess begleiten, während dem ihr bewusst wird, dass sie davon betroffen ist und ihr Flüchten in Bekanntschaften kein Zufall ist. Hier habe ich auch sehr mitgefühlt.
Besonders gut gelungen finde ich, dass man erst schrittweise mehr über ihre Familie und die Strukturen dieser erfährt, was für Spannung sorgt und Zeit zum Nachdenken bietet. Was mir jedoch schnell aufgefallen ist, dass sich hier an Klischees orientiert wird und manches doch an der Oberfläche bleibt. So ist Zoe z.B. Scheidungskind. Hier hätte ich mehr Einblicke in Maels Familie spannend gefunden, bei dem es Anmerkungen zu Problemen gibt, die aber nicht weiter behandelt werden. Durch diese Art der Umsetzung ist das Thema dafür für eine breitere Zielgruppe zugänglich. Zoes Freundesgruppe habe ich ebenfalls spannend gefunden, weil sie aus so unterschiedlichen Persönlichkeiten besteht und alles andere als perfekt wirkt.
Zoes Freundesgruppe habe ich ebenfalls spannend gefunden, weil sie aus so unterschiedlichen Persönlichkeiten besteht und alles andere als perfekt wirkt. Über manches habe ich mich geärgert, aber mochte insgesamt betrachtet, wie realistisch ihre Konflikte wirken. Gegen Schluss nimmt die Geschichte eine spannende Dynamik an und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Man wird auf den letzten Seiten wie bei einem packenden Filmfinale in einen Sog gerissen. Ich mochte auch, wie das Buch endet - nicht wie ein schönes Märchen, sondern realistisches Hoffen.
Fazit
Ein einnehmendes Buch, das das Thema Bindungsangst gut beschreibt.
Dienstag, 30. Juni 2026
The Romance Rivalry, Susan Lee
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| Copyright: Lyx / Bastei Lübbe Informationen: Titel: The Romance Rivalry Autor/in: Susan Lee Verlag: Lyx / Bastei Lübbe Seitenzahl: 352 Preis: 16,00 € Link: hier |
Inhalt
Irene liebt Liebesromane so sehr, dass sie nicht nur einen erfolgreichen Bücherblog zu dem Genre führt, sondern auch ein Literaturstudium beginnt, um Lektorin zu werden. Ihr eigenes Liebesleben bleibt hingegen auf der Strecke. Sie beschließt in einer Challenge verschiedene Männer nach Bücher-Tropes zu daten. Als sie auf ihren Bloggerrivalen Aiden an der Uni trifft und erkennt, dass er der perfekte Kandidat für Fake Dating ist, ändert sich alles.
Meine Meinung
Dieses Buch ist eine Ode an das Romance-Genre, Liebhaber davon und Buchblogger. Es liest sich wie eine Liebeserklärung an das Genre und das Buch wurde mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Die Kapitel sind z.B. verschiedenen Trope gewidmet, die ganz natürlich eingebaut werden. Genau das habe ich an dem Buch faszinierend gefunden: Obwohl die Tropes und das Thema Bloggen so viel Raum einnehmen, wirkt es nicht überladen.
Die Liebesgeschichte ist einfach Zucker und Idee zu dieser genial. Wenn zwei verfeindete Blogger an der Uni aufeinandertreffen und sich richtig kennenlernen müssen, kann es nur Chaos geben. Als Leser schmunzelt man genauso wie die beiden besten Freunde der beiden, die alles durchschauen, oft, weil man direkt spürt, dass die beiden mehr zu Lovers als Enemies bestimmt sind. Entsprechend viel Spaß macht es, das Buch zu lesen und man fliegt wortwörtlich durch die Seiten. Jetzt wo ich das hier schreibe, merke ich auch, wie sehr ich die Welt von ihnen vermisse - ein absolutes Wohlfühlbuch einfach.
Als Charaktere sind sie auch sympathisch und der Autorin ist es gut gelungen, ihre Päckchen zu beschreiben, ohne die Geschichte schwer werden zu lassen. Während Irene endlich zeigen möchte, dass sie so wie ihre Model-Schwester und Profisportler-Bruder auch etwas kann, kämpft Aiden damit, den Erwartungen seiner Eltern nicht gerecht zu werden, die sein Literaturstudium nicht unterstützen.
Das einzige, das mir an dem Buch etwas gefehlt hat, ist eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Irenes Charakter. Sie wird in dem Buch als People Pleaserin beschrieben und scheint Angst vor der Liebe und dem Offenbaren ihres Innenlebens zu haben. Woher diese Tendenzen kommen, wird jedoch nicht ganz deutlich und alles auf die Erwartungen ihrer Eltern, die immer als warmherzig und unterstützend beschrieben werden, oder ihre erfolgreichen Geschwister zu schieben, kam mir etwas zu einfach vor.
Gestört hat das jedoch nicht mein gesamtes Leseempfinden, da das dennoch sehr gut war. Ich habe die Idee und Umsetzung einfach geliebt. Wenn ihr das Genre auch so mögt und vielleicht sogar selbst bloggt, kann ich euch The Romance Rivalry also sehr ans Herz legen.
Fazit
Eine Liebeserklärung an das Romance-Genre - perfekt für alle Fans romantischer Geschichten.
Dienstag, 23. Juni 2026
Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand, Baek Seungyeon
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| Copyright: kiwi space Informationen: Titel: Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand Autor/in: Baek Seungyeon Verlag: kiwi space Seitenzahl: 368 Preis: 22,00 € Link: hier |
Inhalt
Hyoyeong findet nach einem Schicksalsschlag in einem Briefladen wieder zurück zu sich selbst. Sie hört anderen Menschen zu, die ihre Wünsche, Hoffnungen und Ängste zu Papier bringen und lernt dabei neue Freunde kennen.
Meine Meinung
In Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand entführt die Autorin den Leser in eine gemütliche Welt, die einen alles um sich herum vergessen lässt. Das Buch hat eine gemütliche Atmosphäre und steckt voller Ruhe, sodass man beim Lesen den Stress des Alltags loslassen kann. Der Briefladen gibt Menschen die Chance, anonyme Briefe zu schreiben, die anschließend an eine unbekannte Person vermittelt werden. Die Idee habe ich geliebt und sorgt für viel Tiefe.
Die Geschichten verschiedener Charaktere werden behandelt, die zum Nachdenken anregen. Im Fokus stehen neben Träumen auch Ängste und Hoffnungen, was für viel Abwechslung sorgt. Die Charaktere habe ich alle ins Herz geschlossen und hätte sie noch länger verfolgen können. Ich habe das Buch bewusst langsam gelesen, weil es einfach eine so schöne cozy Blase schafft, die einen abschalten lässt. Es steckt voller Wärme. Außerdem beschreibt die Autorin alles so bildhaft, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort und Teil des Briefladens zu sein.
Berührt hat mich vor allem die Beziehung von Hyoyeong zu ihrer Schwester. Mit allen Facetten wird gezeigt, durch welche Faktoren Geschwisterbeziehungen belastet werden, aber auch wie eine Annäherung und gegenseitiges Verständnis möglich sind.
Fazit
Eine heilsame Geschichte, die perfekt für Menschen ist, die Briefe mögen.
Sonntag, 31. Mai 2026
Wie kann sie nur?, Sophie Passmann
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| Copyright: Kiepenheuer&Witsch Informationen: Titel: Wie kann sie nur? Autor/in: Sophie Passmann Verlag: Kiepenheuer&Witsch Seitenzahl: 240 Preis: 23,00 € Link: hier |
Inhalt
In Wie kann sie nur? analysiert die Autorin verschiedene Social-Media-Phänomene aus einer feministischen Perspektive. Deutlich wird, wie schwierig es für Frauen ist, sich nicht von den sozialen Medien beeinflussen zu lassen und in einer Welt zu bewegen, in der man das Gefühl hat, nie genug zu sein.
Meine Meinung
In Wie kann sie nur? beleuchtet Sophie Passman das Thema Feminismus und generell die Rolle von Frauen im Zusammenhang mit Social Media. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf unterschiedliche Themen, denen in einzelnen Kapiteln viel Raum gegeben wird. Sei es bezüglich Schönheitsidealen, Trends oder Erfolg. Ihre Analysen sind sehr gut gelungen, bringen ihre Gedanken auf den Punkt und lassen sich leicht lesen. Generell ist ihr Schreibstil super, weil er sich sehr flüssig liest und für ein Sachbuch überhaupt nicht anstrengend ist. Dadurch lässt sich das Buch leicht weglesen. Herausstechen die persönlichen Einblicke der Autorin, die die Themen nahbar machen und als Beispiele die aufgezeigten Phänomene unterstützen. Hier bewundere ich sie auch für ihre Offenheit und Verletzlichkeit.
Bezüglich der einzelnen Themen habe ich gemerkt, dass ich von vielem weniger betroffen bin, als ich es vielleicht zu meiner Teenagerzeit gewesen wäre. Für mich persönlich war das ein gutes Zeichen, weil es mir zeigte, dass ich erstens, wohl wirklich nicht zu viel Zeit auf Social Media verbringe und zweitens, mittlerweile eine gute Distanz zu vielem habe. Es brachte mich aber zum Nachdenken darüber, warum Frauen, die wie die Autorin älter als ich sind, noch so beeinflussen lassen und ließ mich hier besonders mitfühlen, weil es verdeutlicht, in was für einem Teufelskreis man als Frau in der Gesellschaft oft steckt, der sich durch Social Media verschärft. Man kann es einfach niemandem Recht machen. Demnach fand ich die Einblicke dennoch interessant und sie haben mich zum Nachdenken bewegt. Auch bin ich mir sicher, dass sich viele hier gesehen fühlen und das Buch vor allem für jüngere Leserinnen bereichernd und eine Inspiration dafür sein kann, einen größeren Abstand zu den sozialen Medien zu suchen.
Super fand ich auch die Referenzen zu aktuellen Popkultur-Trends wie dem Barbie-Film, Hype um Taylor Swift oder Influencer mit hoher Reichweite. Hier hat man gemerkt, dass die Autorin wirklich immer am Kern der Zeit ist und nichts verpasst, was für ein Buch mit diesem Thema wichtig ist. Anders hätte sie die Grundthematik sonst nicht so vielschichtig darstellen können.
Insgesamt ist für mich das Buch vor allem aus der medienwissenschaftlichen Perspektive spannend gewesen, die mich sogar mehr als die feministische eingenommen hat.
Fazit
Ein spannender Blick auf die Rolle von Frauen in den sozialen Medien und wie diese mehr von unserem Alltag und Selbstbewusstsein beeinflussen, als man annehmen würde.
Samstag, 30. Mai 2026
A spring to hope, Morgane Moncomble
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| Copyright: Lyx / Bastei Lübbe Informationen: Titel: A spring to hope Autor/in: Morgane Moncomble Verlag: Lyx / Bastei Lübbe Seitenzahl: 512 Preis: 14,90 € Link: hier |
Inhalt
Magnolia hat sich mit ihrem eigenen Blumenladen einen großen Traum erfüllt. Doch das Geld reicht trotzdem nicht für sie und ihre Tochter. Als sie sich an ihre Eltern wendet, bieten sie ihr nur Hilfe an, wenn sie ihren Ex-Freund heiratet. Für Magnolia ist das keine Lösung und sie beschließt, mit Camille eine Fake-Beziehung einzugehen. Der Milliardär braucht dringend eine Frau an seiner Seite, um seinen Ruf in den Medien zu retten. Der Plan scheint perfekt, bis sie Gefühle füreinander zu entwickeln.
Meine Meinung
Morgane Moncomble gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen und konnte mich auch mit A spring to hope begeistern. Anfangs war ich mir wegen der Branche, in der Camille tätig ist, nicht ganz sicher, wie ich die Geschichte finden werde, aber sie hat mich bis zum Schluss dann immer mehr eingefangen. Besonders gut gelungen finde ich, wie die Hintergründe beider Hauptpersonen nach und nach beleuchtet werden und einiges in Bezug auf ihre Persönlichkeiten dadurch klarer wird. Vor allem in Bezug auf Camilles Arbeit. Auch als Leser wird man dazu aufgefordert, sich mit möglichen eigenen Vorurteilen zu beschäftigen.
Bei der Liebesgeschichte habe ich richtig mitgefiebert und mochte den eher langsamen Verlauf mit Pretty-Woman-Vibes. Super fand ich, dass Magnolia sich nicht von Camille abhängig macht, sondern bis zum Schluss eine Powerfrau bleibt. Gefehlt haben mir bei ihr nur stärkere Bezüge zu ihrem Blumenladen und Szenen, die zeigen, warum sie sich dafür entschieden hat. Dafür, dass sie eine Tochter hat, kamen für mich auch die Alltagsbeschreibungen als Mutter etwas zu kurz und es hat alles etwas zu einfach gewirkt. Aber das sind nur kleine Punkte.
Morgane Moncomble hat mit dem Buch wieder gezeigt, dass sie nicht nur eine Meisterin der Romantik und großen Gefühle ist, sondern auch des genauen Ausarbeitens von Geschichten. Es gibt nämlich eine Auflösung, die ich geliebt habe und mein Herz berührt hat.
Ich kann gar nicht sagen, ob ich diesen oder den zweiten Band mehr mochte und freue mich schon auf das Sommer-Buch.
Fazit
Auch in A spring to hope beweist Morgane Moncomble, dass sie ein Händchen für Romantik und große Gefühle hat. Mit Magnolia und Camille kann man nicht anders als mitzufiebern.
Sonntag, 24. Mai 2026
Das Geheimnis der Isländerinnen, Eliza Reid
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| Copyright: btb / Randomhouse Informationen: Titel: Das Geheimnis der Isländerinnen Autor/in: Eliza Reid Verlag: btb / Randomhouse Seitenzahl: 320 Preis: 14,00 € Link: hier |
Inhalt
Island gilt als eines der vorbildlichsten Länder, was die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern angeht. Doch was läuft dort anders, das es zu einem so fortschrittlichen Land bezüglich Geschlechtergleichberechtigung macht? Die Kanadierin Eliza Reid ist für die Liebe nach Island gezogen und interviewte dort zahlreiche Frauen, um der Frage auf den Grund zu gehen. Entstanden ist ein außergewöhnliches Porträt eines inspirierendes Landes.
Meine Meinung
Mit Das Geheimnis der Isländerinnen ist Eliza Reid ein vielschichtiges Portrait einer inspirierenden Gesellschaft gelungen, das zeigt, wie Geschlechtergleichberechtigung funktionieren kann und was für positive Auswirkung diese hat. Für einen besonderen Blickwinkel sorgt, dass die Autorin selbst aus Kanada kommt und für ihren Mann nach Island gezogen ist. Das erlaubt einen objektiven Blickwinkel auf das Land und mir hat sehr gut gefallen, dass man dadurch auch erfährt, wie sie das Land als Eingewanderte wahrnimmt und dem Thema Migration in ihrem Buch einen Platz verleiht. Neben den Bezügen zu eingewanderten Frauen werden aber auch zahlreiche weitere Aspekte beleuchtet und gezeigt, wie diese in ihrer Gesamtheit zur beeindruckenden Geschlechtergleichberechtigung in Island führen. Deutlich wird, dass es nicht ausreicht nur über das Thema Feminismus zu reden, sondern wirklich Taten folgen müssen und diese unterschiedliche Aspekte miteinschließen müssen, damit eine Gesellschaft als Ganzes Fortschritte machen kann. Sehr viele Inhalte haben mich beeindruckt.
Besonders inspiriert hat mich, wie in Island Müttern ermöglicht wird, Familie und Arbeit gut unter einen Hut zu bekommen. Statt Kinder als zusätzliche Belastung zu sehen, können diese in den Berufsalltag integriert werden, ohne dass sich Kollegen beschweren. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen als berufstätige Mutter verdeutlich die Autorin, wie einfach es einem dort gemacht wird, beides unter einen Hut zu bekommen. Andere Länder können sich da wirklich einiges abschauen und dass in Island so viele Kinder geboren werden und Großfamilien keine Ausnahme darstellen, bestätigen die positiven Auswirkungen der Maßnahmen.
Zum Nachdenken gebracht haben mich aber auch die Einblicke in Islands Medienlandschaft und wie anders dortige Medien über Frauen als die anderer Länder berichten. Deutlich wird dadurch, wie man beim Aufwachsen von der Berichterstattung geprägt wird, der man ausgeliefert wird und was für einen großen Unterschied es macht, wenn Magazine respektvoll statt verurteilend über Frauen sprechen. Auch die Themen Kultur, Politik, Bildung und Unternehmertum werden beleuchtet und liefern spannende Einblicke.
Dadurch, dass Eliza Reid hier interviewte Frauen selbst zu Wort kommen lässt, statt nur Analysen zu liefern, wirken die Inhalte noch persönlicher und glaubhafter. Ich mochte die Geschichten der einzelnen Frauen und habe mich diesen beim Lesen sehr verbunden gefühlt. So viele spannende Persönlichkeiten werden vorgestellt und dabei lernt man nicht nur viel über das Thema Geschlechtergleichberechtigung, sondern auch Island als Land kennen.
Fazit
Ein inspirierendes Portrait eines Landes, das nicht nur über das Thema Geschlechtergleichberechtigung spricht, sondern es wirklich lebt und zeigt, wie diese erfolgreich erreicht werden kann.






