Freitag, 31. Juli 2026

Kaskaden, Louise K. Böhm

Copyright: Penguin

 Informationen:
Titel: Kaskaden
Autor/in: Louise K. Böhm
Verlag: Kaskaden
Seitenzahl: 288
Preis: 24,00 € 
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 Inhalt

Jojo studiert und hat ständig Angst davor, dass jemand herausfindet, dass sie eigentlich nicht hierhergehört. Erst als sie Jakob kennenlernt, findet sie eine neue Leichtigkeit. Doch dann erhält sie eine DVD von ihrer ehemals besten Freundin Yara. 

Meine Meinung

Kaskaden ist ein wirklich starkes Debüt, das sich alles andere wie eins liest. Man merkt, dass die Autorin ihr Handwerk versteht und dieses Buch auf viel Schreiberfahrung beruht. Auch am Aufbau der Geschichte ist das erkennbar, weil sich hier wirklich Gedanken darüber gemacht wurde, wie man das Buch einleitet, für Spannungsmomente und ein rundes Ende sorgt. Den Schluss habe ich geliebt, weil er so genial und gut durchdacht gelöst wurde. Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil, der gut zur Atmosphäre und Hauptfigur passt. Manche Passagen haben etwas aufgesetzt auf mich gewirkt und so, als ob die Autorin unbedingt bestimmte Ansichten in diesen loswerden wollte, obwohl sie nicht natürlich in der Situation wirken, aber das hat den Lesefluss nicht gestört. Es betrifft nämlich nur wenige Momente. Eine Sache, die mir am besten gefallen hat, ist dass sich das Buch nicht in der Liebesgeschichte zwischen Jojo und Jakob verliert. Stattdessen spielt diese durchgehend nur eine Nebenrolle neben dem Thema Freundschaft und Jojos persönlicher Entwicklung, die maßgeblich durch andere Dinge vorangetrieben wird.

Ihre Schulfreundin Yara, zu der sie keinen Kontakt mehr hat, ist wie ein Schatten durchgehend präsent. Der Autorin ist es wirklich gut gelungen zu beschreiben, was für einen Einfluss der Verlust dieser Freundschaft auf Jojo hat. Hier wirkt auch nichts aufgesetzt, sondern alles sehr nah am echten Leben. Besonders deutlich wird, wie sehr sie einfach ihre Kindheit geprägt hat. Daher konnte ich Jojos Schmerz und Probleme damit, neuen Menschen zu vertrauen, nachvollziehen. Heraussticht hier auch wie lebensnah die Autorin das Aufwachsen in den 2010erJahren beschreibt.

Jojo kommt im Gegensatz zu den meisten ihrer Kommilitonen aus keinem akademischen Elternhaus und ich finde es wird sehr gut gezeigt, wie sie es dadurch zum Teil schwerer im Studium hat und unter was für einem finanziellen Druck sie im Vergleich zu den anderen steht. Ich habe erwartet, dass diese Thematik mehr im Mittelpunkt steht, finde es rückblickend aber gut, dass Jojo nicht nur darüber definiert wird. Was ich jedoch erwähnen muss, ist, dass sich Jojo im Zeitraum des Buchs in einer Ausnahmesituation befindet, weil sie monatelang auf ihren Bafög-Bescheid warten muss. Hier hat es sich die Autorin etwas „einfach“ gemacht, weil natürlich klar ist, dass sie in dieser Zeit unter mehr Druck und finanziellen Problemen steht, als den Monaten, in denen sie das Bafög normal ausgezahlt bekommt. Vor allem, weil sich vermuten lässt, dass sie den Höchstsatz erhält und in einer kostengünstigeren Stadt lebt. Vielleicht werden Nicht-Betroffenen dadurch die Schwierigkeiten aber klarer, vor denen Studenten aus finanziell schwächer aufgestellten Familien stehen.

Auffällig sind auch die Parallelen zu 22 Bahnen, z.B. bzgl. der Studiengänge, finanziellen Aspekte und Erzählart. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um Kaskaden getrennt betrachten zu können, aber mit der Zeit stechen dann zum Glück mehr die Alleinstellungsmerkmale heraus und wird deutlich, dass man sich nur an dem Erfolg des anderes Buchs anreihen wollte.

Insgesamt hat mir Kaskaden somit gut gefallen und gerade für ein Debüt ist es lobenswert und weckt das Interesse für Lese-Nachschub der Autorin. Jojos Geschichte beweist nämlich schon, was für ein Talent in ihr steckt. Das einzige, das mir etwas gefehlt hat, ist die Tiefe - vor allem bei den sensiblen Themen, da mir das Buch insgesamt etwas zu oberflächlich war. Es liest sich oft so, als ob mehr von oben herab beschrieben wird, statt wirklich in das Innenleben der Figuren zu tauchen. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Wirkung der Geschichte als Gesamtwerk stärker im Fokus stand, statt sich zu trauen, mehr in die Charaktere zu schauen und dadurch etwas Chaos bezüglich der Gesamtwirkung zu riskieren.

Fazit

Ein starkes Debüt, das einen nicht mehr loslässt. 

Dienstag, 28. Juli 2026

Hunters - Forgetting You, Bianca Iosivoni

Copyright: Penguin / Randomhouse

 Informationen:
Titel: Hunters - Forgetting You
Autor/in: Bianca Iosivoni
Verlag: Penguin / Randomhouse
Seitenzahl: 384
Preis: 16,00 € 
Link: hier

 Inhalt

Valerie befindet sich auf der Flucht. Sie wird von einem Unbekannten verfolgt und hat ihre Erinnerungen verloren. Als sie dem FBI-Agenten Adam begegnet, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Er behauptet, sie zu kennen und ist nicht besonders gut auf sie zu sprechen. Valerie bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu vertrauen und zu versuchen so schnell wie möglich ihre Erinnerungen zurückzugewinnen.

Meine Meinung


Hunters - Forgetting You beginnt voller Spannung, da sich die Hauptfigur Valerie auf der Flucht befindet und ihre Erinnerungen verloren hat. Ich war sofort in der Geschichte drin und klebte an den Seiten, weil sie mit so vielen Fragezeichen beginnt. Der FBI-Agent Adam ist als männlicher Hauptcharakter alles andere als langweilig und ich fand die Idee, dass sich beide aus ihrer Vergangenheit kennen, super. Anfangs fragt man sich, wie es mit den beiden jemals gut gehen soll, weil er so viel Wut Valerie gegenüber verspürt, aber der Autorin ist es sehr gut gelungen, die erneute romantische Annäherung zu beschreiben. Zwischen beiden fliegen so viele Funken, dass man nicht anders kann, als mit ihnen mitzufiebern. So viele Stellen zwischen ihnen haben mich bewegt.

An Action fehlt es dem Buch auch nicht und ich finde, dass die Krimi-Aspekte richtig gut ausgearbeitet wurden. Bis zum mitreißenden Finale hing ich an den Seiten und der Abschied von den Charakteren fiel mir nicht leicht. Stellenweise merkt man zwar, dass das Buch eigentlich schon älter ist, aber gestört hat mich das nicht und ich mochte den dadurch geschaffenen Nostalgie-Faktor.

Fazit


Perfekt für jeden, der eine actionreiche Romance-Geschichte sucht, die man nur schwer aus der Hand legen kann.

Sonntag, 26. Juli 2026

Halbwach, Sophia Como

Copyright: HarperCollins

 Informationen:
Titel: Halbwach
Autor/in: Sophia Como
Verlag: Halbwach
Seitenzahl: 400
Preis: 17,00 € 
Link: hier

 Inhalt

Zoe ist Autorin und liebt romantische Geschichten - solange sie nicht selbst in diesen steckt. Im echten Leben bedeutet Liebe für sie nämlich Enge und Stress. Deshalb bleibt sie unabhängig, konzentriert sich auf ihre Karriere und flüchtet sich in Frankfurts Nachtleben. Für sie ist klar, dass sie keine Beziehung braucht. Als sie jedoch Mael kennenlernt, beginnt sie zum ersten Mal ihre Ansichten zu hinterfragen.

Meine Meinung

Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, weil Zoes Lebensweise weiter weg von meiner ist und man sie anfangs vor allem durch ihre Partynächte kennenlernt und ihre Freundschaften oberflächlich beschrieben werden. Sobald ich mich jedoch in ihrer Welt eingefunden habe, gab es kein Zurück mehr. Erzählt wird so locker, dass sich das Buch leicht lesen lässt. Aufgrund der teils schweren Themen, die angesprochen werden, habe ich es dennoch langsamer gelesen, weil ich die Inhalte auf mich wirken lassen musste. Auch trägt es es eine eher melancholische Atmosphäre in sich, die zur Geschichte passt. In dem Buch steht das Thema Bindungsangst im Mittelpunkt und das wird sehr ausführlich dargestellt. Man kann Zoe wortwörtlich bei dem Prozess begleiten, während dem ihr bewusst wird, dass sie davon betroffen ist und ihr Flüchten in Bekanntschaften kein Zufall ist. Hier habe ich auch sehr mitgefühlt. 

Besonders gut gelungen finde ich, dass man erst schrittweise mehr über ihre Familie und die Strukturen dieser erfährt, was für Spannung sorgt und Zeit zum Nachdenken bietet. Was mir jedoch schnell aufgefallen ist, dass sich hier an Klischees orientiert wird und manches doch an der Oberfläche bleibt. So ist Zoe z.B. Scheidungskind. Hier hätte ich mehr Einblicke in Maels Familie spannend gefunden, bei dem es Anmerkungen zu Problemen gibt, die aber nicht weiter behandelt werden. Durch diese Art der Umsetzung ist das Thema dafür für eine breitere Zielgruppe zugänglich. Zoes Freundesgruppe habe ich ebenfalls spannend gefunden, weil sie aus so unterschiedlichen Persönlichkeiten besteht und alles andere als perfekt wirkt.

Zoes Freundesgruppe habe ich ebenfalls spannend gefunden, weil sie aus so unterschiedlichen Persönlichkeiten besteht und alles andere als perfekt wirkt. Über manches habe ich mich geärgert, aber mochte insgesamt betrachtet, wie realistisch ihre Konflikte wirken. Gegen Schluss nimmt die Geschichte eine spannende Dynamik an und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Man wird auf den letzten Seiten wie bei einem packenden Filmfinale in einen Sog gerissen. Ich mochte auch, wie das Buch endet - nicht wie ein schönes Märchen, sondern realistisches Hoffen.

Fazit

Ein einnehmendes Buch, das das Thema Bindungsangst gut beschreibt.

Dienstag, 30. Juni 2026

The Romance Rivalry, Susan Lee

Copyright: Lyx / Bastei Lübbe

 Informationen:
Titel: The Romance Rivalry
Autor/in: Susan Lee
Verlag: Lyx / Bastei Lübbe
Seitenzahl: 352
Preis: 16,00 € 
Link: hier

 Inhalt

Irene liebt Liebesromane so sehr, dass sie nicht nur einen erfolgreichen Bücherblog zu dem Genre führt, sondern auch ein Literaturstudium beginnt, um Lektorin zu werden. Ihr eigenes Liebesleben bleibt hingegen auf der Strecke. Sie beschließt in einer Challenge verschiedene Männer nach Bücher-Tropes zu daten. Als sie auf ihren Bloggerrivalen Aiden an der Uni trifft und erkennt, dass er der perfekte Kandidat für Fake Dating ist, ändert sich alles.

Meine Meinung

Dieses Buch ist eine Ode an das Romance-Genre, Liebhaber davon und Buchblogger. Es liest sich wie eine Liebeserklärung an das Genre und das Buch wurde mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Die Kapitel sind z.B. verschiedenen Trope gewidmet, die ganz natürlich eingebaut werden. Genau das habe ich an dem Buch faszinierend gefunden: Obwohl die Tropes und das Thema Bloggen so viel Raum einnehmen, wirkt es nicht überladen.

Die Liebesgeschichte ist einfach Zucker und Idee zu dieser genial. Wenn zwei verfeindete Blogger an der Uni aufeinandertreffen und sich richtig kennenlernen müssen, kann es nur Chaos geben. Als Leser schmunzelt man genauso wie die beiden besten Freunde der beiden, die alles durchschauen, oft, weil man direkt spürt, dass die beiden mehr zu Lovers als Enemies bestimmt sind. Entsprechend viel Spaß macht es, das Buch zu lesen und man fliegt wortwörtlich durch die Seiten. Jetzt wo ich das hier schreibe, merke ich auch, wie sehr ich die Welt von ihnen vermisse - ein absolutes Wohlfühlbuch einfach.

Als Charaktere sind sie auch sympathisch und der Autorin ist es gut gelungen, ihre Päckchen zu beschreiben, ohne die Geschichte schwer werden zu lassen. Während Irene endlich zeigen möchte, dass sie so wie ihre Model-Schwester und Profisportler-Bruder auch etwas kann, kämpft Aiden damit, den Erwartungen seiner Eltern nicht gerecht zu werden, die sein Literaturstudium nicht unterstützen.

Das einzige, das mir an dem Buch etwas gefehlt hat, ist eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Irenes Charakter. Sie wird in dem Buch als People Pleaserin beschrieben und scheint Angst vor der Liebe und dem Offenbaren ihres Innenlebens zu haben. Woher diese Tendenzen kommen, wird jedoch nicht ganz deutlich und alles auf die Erwartungen ihrer Eltern, die immer als warmherzig und unterstützend beschrieben werden, oder ihre erfolgreichen Geschwister zu schieben, kam mir etwas zu einfach vor.

Gestört hat das jedoch nicht mein gesamtes Leseempfinden, da das dennoch sehr gut war. Ich habe die Idee und Umsetzung einfach geliebt. Wenn ihr das Genre auch so mögt und vielleicht sogar selbst bloggt, kann ich euch The Romance Rivalry also sehr ans Herz legen.

Fazit

Eine Liebeserklärung an das Romance-Genre - perfekt für alle Fans romantischer Geschichten.

Dienstag, 23. Juni 2026

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand, Baek Seungyeon

Copyright: kiwi space

 Informationen:
Titel: Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
Autor/in: Baek Seungyeon
Verlag: kiwi space
Seitenzahl: 368
Preis: 22,00 € 
Link: hier

 Inhalt

Hyoyeong findet nach einem Schicksalsschlag in einem Briefladen wieder zurück zu sich selbst. Sie hört anderen Menschen zu, die ihre Wünsche, Hoffnungen und Ängste zu Papier bringen und lernt dabei neue Freunde kennen. 

Meine Meinung

In Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand entführt die Autorin den Leser in eine gemütliche Welt, die einen alles um sich herum vergessen lässt. Das Buch hat eine gemütliche Atmosphäre und steckt voller Ruhe, sodass man beim Lesen den Stress des Alltags loslassen kann. Der Briefladen gibt Menschen die Chance, anonyme Briefe zu schreiben, die anschließend an eine unbekannte Person vermittelt werden. Die Idee habe ich geliebt und sorgt für viel Tiefe. 

Die Geschichten verschiedener Charaktere werden behandelt, die zum Nachdenken anregen. Im Fokus stehen neben Träumen auch Ängste und Hoffnungen, was für viel Abwechslung sorgt. Die Charaktere habe ich alle ins Herz geschlossen und hätte sie noch länger verfolgen können. Ich habe das Buch bewusst langsam gelesen, weil es einfach eine so schöne cozy Blase schafft, die einen abschalten lässt. Es steckt voller Wärme. Außerdem beschreibt die Autorin alles so bildhaft, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort und Teil des Briefladens zu sein.

Berührt hat mich vor allem die Beziehung von Hyoyeong zu ihrer Schwester. Mit allen Facetten wird gezeigt, durch welche Faktoren Geschwisterbeziehungen belastet werden, aber auch wie eine Annäherung und gegenseitiges Verständnis möglich sind.

Fazit

Eine heilsame Geschichte, die perfekt für Menschen ist, die Briefe mögen.

Sonntag, 31. Mai 2026

Wie kann sie nur?, Sophie Passmann

Copyright: Kiepenheuer&Witsch

 Informationen:
Titel: Wie kann sie nur?
Autor/in: Sophie Passmann
Verlag: Kiepenheuer&Witsch
Seitenzahl: 240
Preis: 23,00 € 
Link: hier

 Inhalt

In Wie kann sie nur? analysiert die Autorin verschiedene Social-Media-Phänomene aus einer feministischen Perspektive. Deutlich wird, wie schwierig es für Frauen ist, sich nicht von den sozialen Medien beeinflussen zu lassen und in einer Welt zu bewegen, in der man das Gefühl hat, nie genug zu sein.

Meine Meinung

In Wie kann sie nur? beleuchtet Sophie Passman das Thema Feminismus und generell die Rolle von Frauen im Zusammenhang mit Social Media. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf unterschiedliche Themen, denen in einzelnen Kapiteln viel Raum gegeben wird. Sei es bezüglich Schönheitsidealen, Trends oder Erfolg. Ihre Analysen sind sehr gut gelungen, bringen ihre Gedanken auf den Punkt und lassen sich leicht lesen. Generell ist ihr Schreibstil super, weil er sich sehr flüssig liest und für ein Sachbuch überhaupt nicht anstrengend ist. Dadurch lässt sich das Buch leicht weglesen. Herausstechen die persönlichen Einblicke der Autorin, die die Themen nahbar machen und als Beispiele die aufgezeigten Phänomene unterstützen. Hier bewundere ich sie auch für ihre Offenheit und Verletzlichkeit.

Bezüglich der einzelnen Themen habe ich gemerkt, dass ich von vielem weniger betroffen bin, als ich es vielleicht zu meiner Teenagerzeit gewesen wäre. Für mich persönlich war das ein gutes Zeichen, weil es mir zeigte, dass ich erstens, wohl wirklich nicht zu viel Zeit auf Social Media verbringe und zweitens, mittlerweile eine gute Distanz zu vielem habe. Es brachte mich aber zum Nachdenken darüber, warum Frauen, die wie die Autorin älter als ich sind, noch so beeinflussen lassen und ließ mich hier besonders mitfühlen, weil es verdeutlicht, in was für einem Teufelskreis man als Frau in der Gesellschaft oft steckt, der sich durch Social Media verschärft. Man kann es einfach niemandem Recht machen. Demnach fand ich die Einblicke dennoch interessant und sie haben mich zum Nachdenken bewegt. Auch bin ich mir sicher, dass sich viele hier gesehen fühlen und das Buch vor allem für jüngere Leserinnen bereichernd und eine Inspiration dafür sein kann, einen größeren Abstand zu den sozialen Medien zu suchen.

Super fand ich auch die Referenzen zu aktuellen Popkultur-Trends wie dem Barbie-Film, Hype um Taylor Swift oder Influencer mit hoher Reichweite. Hier hat man gemerkt, dass die Autorin wirklich immer am Kern der Zeit ist und nichts verpasst, was für ein Buch mit diesem Thema wichtig ist. Anders hätte sie die Grundthematik sonst nicht so vielschichtig darstellen können.

Insgesamt ist für mich das Buch vor allem aus der medienwissenschaftlichen Perspektive spannend gewesen, die mich sogar mehr als die feministische eingenommen hat.

Fazit

Ein spannender Blick auf die Rolle von Frauen in den sozialen Medien und wie diese mehr von unserem Alltag und Selbstbewusstsein beeinflussen, als man annehmen würde.

Samstag, 30. Mai 2026

A spring to hope, Morgane Moncomble

Copyright: Lyx / Bastei Lübbe

 Informationen:
Titel: A spring to hope
Autor/in: Morgane Moncomble
Verlag: Lyx / Bastei Lübbe
Seitenzahl: 512
Preis: 14,90 € 
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 Inhalt

Magnolia hat sich mit ihrem eigenen Blumenladen einen großen Traum erfüllt. Doch das Geld reicht trotzdem nicht für sie und ihre Tochter. Als sie sich an ihre Eltern wendet, bieten sie ihr nur Hilfe an, wenn sie ihren Ex-Freund heiratet. Für Magnolia ist das keine Lösung und sie beschließt, mit Camille eine Fake-Beziehung einzugehen. Der Milliardär braucht dringend eine Frau an seiner Seite, um seinen Ruf in den Medien zu retten. Der Plan scheint perfekt, bis sie Gefühle füreinander zu entwickeln.

Meine Meinung

Morgane Moncomble gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen und konnte mich auch mit A spring to hope begeistern. Anfangs war ich mir wegen der Branche, in der Camille tätig ist, nicht ganz sicher, wie ich die Geschichte finden werde, aber sie hat mich bis zum Schluss dann immer mehr eingefangen. Besonders gut gelungen finde ich, wie die Hintergründe beider Hauptpersonen nach und nach beleuchtet werden und einiges in Bezug auf ihre Persönlichkeiten dadurch klarer wird. Vor allem in Bezug auf Camilles Arbeit. Auch als Leser wird man dazu aufgefordert, sich mit möglichen eigenen Vorurteilen zu beschäftigen.

Bei der Liebesgeschichte habe ich richtig mitgefiebert und mochte den eher langsamen Verlauf mit Pretty-Woman-Vibes. Super fand ich, dass Magnolia sich nicht von Camille abhängig macht, sondern bis zum Schluss eine Powerfrau bleibt. Gefehlt haben mir bei ihr nur stärkere Bezüge zu ihrem Blumenladen und Szenen, die zeigen, warum sie sich dafür entschieden hat. Dafür, dass sie eine Tochter hat, kamen für mich auch die Alltagsbeschreibungen als Mutter etwas zu kurz und es hat alles etwas zu einfach gewirkt. Aber das sind nur kleine Punkte.

Morgane Moncomble hat mit dem Buch wieder gezeigt, dass sie nicht nur eine Meisterin der Romantik und großen Gefühle ist, sondern auch des genauen Ausarbeitens von Geschichten. Es gibt nämlich eine Auflösung, die ich geliebt habe und mein Herz berührt hat.

Ich kann gar nicht sagen, ob ich diesen oder den zweiten Band mehr mochte und freue mich schon auf das Sommer-Buch.

Fazit

Auch in A spring to hope beweist Morgane Moncomble, dass sie ein Händchen für Romantik und große Gefühle hat. Mit Magnolia und Camille kann man nicht anders als mitzufiebern.