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| Copyright: Kiepenheuer&Witsch Informationen: Titel: Wie kann sie nur? Autor/in: Sophie Passmann Verlag: Kiepenheuer&Witsch Seitenzahl: 240 Preis: 23,00 € Link: hier |
Inhalt
In Wie kann sie nur? analysiert die Autorin verschiedene Social-Media-Phänomene aus einer feministischen Perspektive. Deutlich wird, wie schwierig es für Frauen ist, sich nicht von den sozialen Medien beeinflussen zu lassen und in einer Welt zu bewegen, in der man das Gefühl hat, nie genug zu sein.
Meine Meinung
In Wie kann sie nur? beleuchtet Sophie Passman das Thema Feminismus und generell die Rolle von Frauen im Zusammenhang mit Social Media. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf unterschiedliche Themen, denen in einzelnen Kapiteln viel Raum gegeben wird. Sei es bezüglich Schönheitsidealen, Trends oder Erfolg. Ihre Analysen sind sehr gut gelungen, bringen ihre Gedanken auf den Punkt und lassen sich leicht lesen. Generell ist ihr Schreibstil super, weil er sich sehr flüssig liest und für ein Sachbuch überhaupt nicht anstrengend ist. Dadurch lässt sich das Buch schnell weglesen. Herausstechen die persönlichen Einblicke der Autorin, die die Themen nahbar machen und als Beispiele die aufgezeigten Phänomene unterstützen. Hier bewundere ich sie auch für ihre Offenheit und Verletzlichkeit.
Bezüglich der einzelnen Themen habe ich gemerkt, dass ich von vielem weniger betroffen bin, als ich es vielleicht zu meiner Teenagerzeit gewesen wäre. Für mich persönlich war das ein gutes Zeichen, weil es mir zeigte, dass ich erstens, wohl wirklich nicht zu viel Zeit auf Social Media verbringe und zweitens, mittlerweile eine gute Distanz zu vielem habe. Es brachte mich aber zum Nachdenken darüber, warum Frauen, die wie die Autorin älter als ich sind, noch so beeinflussen lassen und ließ mich hier besonders mitfühlen, weil es verdeutlicht, in was für einem Teufelskreis man als Frau in der Gesellschaft oft steckt, der sich durch Social Media verschärft. Man kann es einfach niemandem Recht machen. Demnach fand ich die Einblicke dennoch interessant und sie haben mich zum Nachdenken bewegt. Auch bin ich mir sicher, dass sich viele hier gesehen fühlen und das Buch vor allem für jüngere Leserinnen bereichernd und eine Inspiration dafür sein kann, einen größeren Abstand zu den sozialen Medien zu suchen.
Super fand ich auch die Referenzen zu aktuellen Popkultur-Trends wie dem Barbie-Film, Hype um Taylor Swift oder Influencer mit hoher Reichweite. Hier hat man gemerkt, dass die Autorin wirklich immer am Kern der Zeit ist und nichts verpasst, was für ein Buch mit diesem Thema wichtig ist. Anders hätte sie die Grundthematik sonst nicht so vielschichtig darstellen können.
Insgesamt ist für mich das Buch vor allem aus der medienwissenschaftlichen Perspektive spannend gewesen, die mich sogar mehr als die feministische eingenommen hat.
Fazit
Ein spannender Blick auf die Rolle von Frauen in den sozialen Medien und wie diese mehr von unserem Alltag und Selbstbewusst beeinflussen, als man erwartet.

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