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| Copyright: btb / Randomhouse Informationen: Titel: Das Geheimnis der Isländerinnen Autor/in: Eliza Reid Verlag: btb / Randomhouse Seitenzahl: 320 Preis: 14,00 € Link: hier |
Inhalt
Island gilt als eines der vorbildlichsten Länder, was die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern angeht. Doch was läuft dort anders, dass es zu einem so fortschrittlichen Land bezüglich Geschlechtergleichberechtigung macht? Die Kanadierin Eliza Reid ist für die Liebe nach Island gezogen und interviewte dort zahlreiche Frauen, um der Frage auf den Grund zu gehen. Entstanden ist ein außergewöhnliches Porträt eines inspirierendes Landes.
Meine Meinung
Mit Das Geheimnis der Isländerinnen ist Eliza Reid ein vielschichtiges Portrait einer inspirierenden Gesellschaft gelungen, das zeigt, wie Geschlechtergleichberechtigung funktionieren kann und was für positive Auswirkung diese hat. Für einen besonderen Blickwinkel sorgt, dass die Autorin selbst aus Kanada kommt und für ihren Mann nach Island gezogen ist. Das erlaubt einen objektiven Blickwinkel auf das Land und mir hat sehr gut gefallen, dass man dadurch auch erfährt, wie sie das Land als Eingewanderte wahrnimmt und dem Thema Migration in ihrem Buch einen Platz verleiht. Neben den Bezügen zu eingewanderten Frauen werden aber auch zahlreiche weitere Aspekte beleuchtet und gezeigt, wie diese in ihrer Gesamtheit zur beeindruckenden Geschlechtergleichberechtigung in Island sorgen. Deutlich wird, dass es nicht ausreicht nur über das Thema Feminismus zu reden, sondern wirklich Taten folgen müssen und diese unterschiedliche Aspekte miteinschließen müssen, damit eine Gesellschaft als Ganzes Fortschritte machen kann. Sehr viele Inhalte haben mich beeindruckt.
Besonders inspiriert hat mich, wie in Island Müttern ermöglicht wird, Familie und Arbeit gut unter einen Hut zu bekommen. Statt Kinder als zusätzliche Belastung zu sehen, können diese in den Berufsalltag integriert werden, ohne dass sich Kollegen beschweren. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen als berufstätige Mutter verdeutlich die Autorin, wie einfach es einem dort gemacht wird, beides unter einen Hut zu bekommen. Andere Länder können sich da wirklich einiges abschauen und dass in Island so viele Kinder geboren werden und Großfamilien keine Ausnahme darstellen, bestätigen die positiven Auswirkungen der Maßnahmen.
Zum Nachdenken gebracht haben mich aber auch die Einblicke in Islands Medienlandschaft und wie anders dortige Medien über Frauen als die anderer Länder berechtigen. Deutlich wird dadurch, wie man beim Aufwachsen von der Berichterstattung geprägt wird, der man ausgeliefert wird und was für einen großen Unterschied es macht, wenn Magazine respektvoll statt verurteilend über Frauen berichten. Auch die Themen Kultur, Politik, Bildung und Unternehmertum werden beleuchtet und liefern spannende Einblicke.
Dadurch, dass Eliza Reid hier interviewte Frauen selbst zu Wort kommen lässt, statt nur Analysen zu liefern, wirken die Inhalte noch persönlicher und glaubhafter. Ich mochte die Geschichten der einzelnen Frauen und habe mich diesen beim Lesen sehr verbunden gefühlt. So viele spannende Persönlichkeiten werden vorgestellt und dabei lernt man nicht nur viel über das Thema Geschlechtergleichberechtigung, sondern auch Island als Land kennen.
Fazit
Ein inspirierendes Portrait eines Landes, das nicht nur über das Thema Geschlechtergleichberechtigung spricht, sondern es wirklich lebt und zeigt, wie diese erfolgreich zu erreichen ist.

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