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| Copyright: Lyx / Bastei Lübbe Informationen: Titel: Footnotes of Fairytales Autor/in: Merit Niemeitz Verlag: Lyx / Bastei Lübbe Seitenzahl: 512 Preis: 16,90 € Link: hier |
Inhalt
Brielle beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit dem Thema Märchen. Sie meidet jede Ablenkung, vor allem die von dem Doktoranden Coben, mit dem sie sich einen Bibliothekstisch teilt. Doch als sie dringend Geld benötigt, konkurriert sie mit ihm um die Leitung eines Seminars. Aus dem Wettstreit wird jedoch ein unerwarteter Deal und sie lernen plötzlich neue Seiten von sich kennen. Brielle fällt es jedoch schwer an die Liebe zu glauben.
Meine Meinung
Auf das Lesen von Footnotes of Fairytales habe ich mich sehr gefreut. Nicht nur weil die Bücher, die ich bisher von Merit Niemeitz gelesen habe, ganz meinen Geschmack getroffen haben, sondern auch wegen der Märchenthematik und Oxford als Schauplatz. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Thema Märchen miteinzubauen. Nicht nur gleicht die Atmosphäre des Buchs einem, sondern es gibt auch viele Bezüge zu diesen - und diese wirken alles andere als überladen, sondern fügen sich natürlich in die Handlung ein. Dabei werden sehr viele Facetten miteingebaut, wodurch man merkt, dass die Autorin selbst eine Leidenschaft für Märchen zu haben scheint oder sich intensiv damit beschäftigt hat. Ihr wunderschöner Schreibstil trägt dazu bei. Footnotes of Fairytales ist ein Traum für Leser, die Zitate und Passagen, die zum Nachdenken anregen, lieben.
Oxford als Schauplatz wird bildhaft beschrieben, wodurch man beim Lesen die Orte vor sich sehen kann - Selbst Brielles Wohnung, die detailreich beschrieben wird und deren Gemütlichkeit über die Seiten den Leser erreicht. Jedes Mal, wenn ich das Buch geöffnet habe, konnte ich alles um mich herum vergessen und in Brielles und Cobens Oxford-Welt eintauchen.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist, dass die beiden Doktoranden sind und ich finde, dass ihre Arbeit sehr gut beschrieben wird. Insbesondere Brielles Unsicherheiten und Kämpfe in Bezug auf das Studium. Dass Merit Niemeitz Charaktere mit Tiefe schaffen kann, zeigt sich auch in ihrem neuesten Roman. Brielle und Coben wurden facettenreich ausgearbeitet und beim Lesen lernt man ihr Innenleben sehr gut kennen. Besonders gut gefallen hat mir auch, wie viel Zeit sich die Autorin für die Familiengeschichten beider nimmt, die helfen, ihre Verhaltensweisen und Gedanken besser zu verstehen. Es werden so große Emotionen geschaffen, dass man nicht anders kann als mit ihnen mitzufühlen.
Die Liebesgeschichte ist einfach nur schön und lädt zum Mitfiebern ein. Ich habe es geliebt zu verfolgen, wie sich Brielle und Coben langsam ihrer Gefühle bewusst werden. Insbesondere bei Coben macht das Spaß zu beobachten. Man spürt zwischen ihnen eine tiefe Bindung und ihre Gespräche drehen sich nicht nur um ernste Themen, sondern auch Leichtigkeit, die beide ein Stück weit den Druck um sich herum vergessen und fliegen lässt. Dadurch dass beide keine perfekten Charaktere sind, wirkt ihre Beziehung auch realitätsnah, was ich gut gefunden habe.
Das Ende ist natürlich gemein mit dem Cliffhanger, aber ich bin ehrlich gesagt froh darüber, dadurch im zweiten Band noch einmal in Brielles und Cobens Welt tauchen zu dürfen und kann das Lesen der Fortsetzung kaum erwarten.
Fazit
Footnotes of Fairytales ist das perfekte Buch für den Herbst, das eine emotionale Hommage an Märchen bietet und eine Liebesgeschichte, die einen so verzaubert, dass man nicht anders kann als beim Lesen vor sich hin zu lächeln.

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